Gárdony
Gárdony ist eine ungarische Stadt, südlich des Velencer Sees mit ungefähr 9000 Einwohnern. Unweit der Stadt findet man auch Velence. Von allen Orten am Velencer See ist Gárdony der größte. Zur Stadt gehören auch die Orte Agárd und Dinnyés. Erreichbar ist Gárdony über die M7 Autobahn, oder mit dem Zug von Budapest Richtung Székesfehérvár. Von der Hauptstadt und vom Balaton ist dieser idyllische Ort 50 Kilometer entfernt.
Die Geschichte von Gárdony reicht in die Bronzezeit zurück. Schon damals wurden dort Siedlungen errichtet, da sich der Velencer See als sehr vorteilhaft bewährte. In den nächsten Jahrhunderten aber geriet der Ort in Vergessenheit. Obwohl man Gárdony bereits 1260 das erste mal erwähnte, denkt man heute das damals knapp 20 Menschen dort gewohnt haben. Während der Türkenbelagerung übergab man Ferenc Jakusits die Gegend und auch in den nächsten Jahren schaffte man es bis in das 18. Jahrhundert nur eine Bevölkerung von 34 Menschen aufrecht zu erhalten.
1784 wurde die erste reformierte Kirche in Gárdony errichtet. Den wirklichen Durchbruch hatte die winzige Siedlung 1861, als man Eisenbahnstrecken um den Velencer See verlegten. Nun waren die Reisebedingungen viel besser und viele Einheimische, aber auch Touristen kamen, um den Velencer See zu genießen. In den 1990er Jahren erreichte Gárdony ihre heutigen Ausmaße und es wurden Orte wie eben Agárd hinzugenommen.
Gárdony konzentriert sich heutzutage ausschließlich auf den Tourismus. Dieser ist so stark vertreten, dass sich viele Hotels, Strände und Ferienorte etabliert haben. Der See bietet nicht nur tolle Möglichkeiten für einen Familienurlaub in Ungarn, sondern auch Ruhe und Erholung für einen Wellnessurlaub. Berühmt ist ebenfalls das Agárdi Heil- und Thermalbad. Aus rund 1000 Metern sprudelt das 58° heiße Wasser an die Oberfläche und versorgt die vielen Bäder. Besonders für Patienten mit Rheumaerkrankungen ist dieses Wasser ein Wundermittel.
Selbstverständlich bietet Gárdony aber auch ein paar interessante Sehenswürdigkeiten, die trotz des Seetourismus noch sehr beliebt sind. Einen kurzen Ausflug kann man zum Gedenkhaus der ungarischen Schriftstellers Géza Gárdony unternehmen. Hier findet man die Biographie und auch einige Werke des beliebten Schriftstellers. Obwohl es eigentlich keine Sehenswürdigkeit ist, kann man im städtischen Friedhof einen sehr entspannenden Spaziergang unternehmen. Da der Friedhof auf einem Hügel gebaut ist, kann man eine wunderbare Aussicht genießen.
Auch wenn der Velencer See selbst ein natürlicher Schatz für Gárdony ist, bietet die Umgebung aber noch vieles mehr. Die Gegend ist zum Beispiel ausgezeichnet für eine Radtour oder eine Wandertour geeignet. Es gibt auch sehr viele gemütliche Weinkeller und Weinverkostungsmöglichkeiten, damit man einen köstlichen ungarischen Wein am Ufer des Velencer Sees genießen kann.
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