Kiskunfélegyháza

Kiskunfélegyháza

Nur ein paar Kilometer südlich von Kecskemét findet man die verträumte Stadt Kiskunfélegyháza. Mit ihren 30.000 Einwohnern ist sie zwar nicht so groß wie ihre Nachbarn Szeged und Kecskemét, dafür ist sie heute aber ein wichtiger Knotenpunkt der ungarischen Eisenbahn. Sobald man durch die weite Puszta gefahren ist, und Kiskunfélegyháza in der Ferne entdeckt, freut man sich bereits auf das erfrischende Thermalbad, welches sich in der Stadt befindet.

Die Geschichte von Kiskunfélegyháza ist eine sehr interessante. Bis zum 13. Jahrhundert spielte das Gebiet der heutigen Stadt eher keine wichtige Rolle. Anschließend wurden die sogenannten Kumanen in Kleinkumanien angesiedelt, und zwar eben in jenem Gebiet, wo heute Kiskunfélegyháza steht. Die Kumanen waren ein kriegerisches Reitervolk, welche mit den ungarischen Königen einen besonderen Pakt geschlossen hatten. Wenn die Kumanen dieses Gebiet beschützen und auch ungarische Einwohner verteidigen, dann dürfen sie mit Vorrrechten in Ungarn leben. So entwickelte sich die Stadt mit der Zeit. Im 17. Jahrhunderte wurde Kiskunfélegyháza aber von den einrückenden Osmanen niedergebrannt. Die anschließend neu errichtete Stadt nutzte die umliegenden Felder um intensive Agrarwirtschaft zu betreiben und in der jüngsten Vergangenheit hatte die Stadt ein großes Glück, ein wichtiger Knotenpunkt der Eisenbahn zu werden.

Bei einem Stadtrundgang in Kiskunfélegyháza sollte man unbedingt beim Rathaus beginnen. Das bunte und einladende Gebäude aus dem Jugendstil bereitet schon am Anfang ein gutes Gefühl und ein angenehmes Ambiente. In der Nähe findet man die Móra Ferenc Straße, in welcher sich das Gedenkhaus für den gleichnamigen Dichter befindet. Für Kiskunfélegyháza ist Móra einer der wichtigsten Söhne der Stadt. Etwas weiter steht das ehemalige Haus der Kumanenkapitäne, das heute als Gefängnismuseum dient. Das Museum bietet einen Einblick in die frühere ungarische Justiz und wie man damals mit Straftätern umging. Eine weitere Rarität ist die barocke Gruppe am Béke Platz. Sie besteht aus der Kirche Maria Heimsuchung, dem dazugehörigen Pfarrhaus und einer Christusstatue. Zusammen ergeben sie ein wundervolles Bild. Von diesem Platz aus kann man sich entspannen und sich ein Café oder einen Eisssalon suchen.

Weiters ist es auch sehr zu empfehlen das Thermalbad Kiskunfélegyháza zu besichtigen. Es gibt aber auch die Möglichkeit sich den Kalvarienberg mit der wunderschönen Kapelle anzusehen. Vom Berg hat man eine ausgezeichnete Aussicht auf Kiskunfélegyháza, die Felder und Äcker in der Nähe und natürlich die weite Puszta in der Ferne. Die Gegend ist natürlich auch ausgezeichnet für Fahrradtouren, Wandertouren, aber auch Weinverkostungen, da es auch diverse Weingärten gibt. In Kiskunfélegyháza kann man einfach die Vielfalt Ungarns genießen und bestaunen.

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