Köstliche Makoer Zwiebeln in Ungarn

Die Makoer Zwiebeln (Makoi Hagyma)

Es gibt in der ungarischen Küche beinahe kein Gericht, dass auf Zwiebeln verzichtet, sei es Szegediner GulaschHasenpaprikas oder Letscho. Die Zwiebel ist nicht nur für den Geschmack bekannt, sondern wird auch in vielen Heilmitteln verwendet. Die mit Abstand wichtigste und bekannteste Zwiebelart in Ungarn ist die Makoer Zwiebel. Interessanterweise kann sie nicht überall angebaut werden, daher gibt es eine einzige Region, wo die Makoer Zwiebel angebaut wird.

Die Makoer Zwiebel ist zweifelsohne die beliebteste in ganz Ungarn. Sie ist ebenfalls sehr begehrt, denn die bestimmte Anbauart ermöglicht nur die Produktion einer bestimmten Menge. Nicht nur in Ungarn, sondern auch im Ausland wird die zuckerreiche Knolle gerne erworben, um die eigenen Gerichte zu verfeinern. Da es sich bei der Makoer Zwiebel um ein Hungaricum handelt, werden in ungarischen Supermärkten die echten Zwiebeln immer mit dem ungarischen Gütesiegel gekennzeichnet. Nicht mit dem Siegel versehen, aber ebenfalls original sind die verkauften Zwiebeln bei den Märkten in und Rund der ungarischen Stadt Makó.

Die Anbauregion befindet sich um die Stadt Makó, die im Südosten von Ungarn liegt. Seit etlichen Jahren hat sich die Stadt auf den Zwiebelanbau spezialisiert und immer ausgefeiltere Methoden entwickelt, wie man perfekte Makoer Zwiebeln erhalten kann. Zunächst muss man aber wissen, dass der Boden rund um die Stadt eigentlich nicht für den Zwiebelanbau geeignet ist. Normalerweise werden Zwiebelsamen im Frühling gesät und im Herbst geerntet, doch die niedrige Bodenfeuchtigkeit bedarf einer anderen Methode.

Die Makoer Zwiebel kann nur in zwei Jahren erfolgreich angebaut werden, und dass ist der Grund dafür: Als erstes setzen die Bauern die Zwiebelsamen ein und warten bis relativ kleine Zwiebeln im Herbst gewachsen sind. Nun werden diese noch nicht brauchbaren Zwiebeln mit einer speziellen Wärmebehandlung getrocknet und dann wieder in die Erde eingesetzt. Im nächsten Jahr sind dann die köstlichen Makoer Zwiebel mit einer normalen Größe und einem tollen Geschmack reif zum Ernten.

Dank dieser Technologie sind die bioaktiven Stoffe der Zwiebel viel höher als sonst. Aus der dunklen Schale kann man zum Beispiel Kräutertee herstellen. Es ist bewiesen, dass die Makoer Zwiebeln sehr lange halten und das der Aromagehalt ungefähr 200 Tage lang stetig wächst. Man kann zum Beispiel einige Zwiebeln kaufen und mit dem Aroma experimentieren, indem man verschiedene Zwiebeln unterschiedlich lange ruhen lässt. So kann die optimale Zeit für den persönlichen Lieblingsgeschmack herausfinden. Daher kann man die Makoer Zwiebeln ideal als Souvenir oder für die eigene Küche mitnehmen. Sobald man das erste Mal ein eigenes ungarisches Gericht, zum Beispiel mit einem ungarischen Rezept, zubereitet hat und dafür Makoer Zwiebeln verwendet hat, möchte man anschließend keine anderen Zwiebeln mehr verwenden.

Eine kuriose und gleichzeitig einzigartige ungarische Veranstaltung ist das Makoer Zwiebelfestival, bei welchem sich alle rund die Makoer Zwiebel dreht. Angefangen von Verkaufsständen über Kochwettbewerbe bis hin zu kulturellen Aufführungen ist hier alles zu finden. Nach einem Besuch ist man bestens über die Zwiebel der Stadt informiert und hat auch die Gelegenheit ein paar wunderschöne Souvenirs zu kaufen. Des Weiteren ist es auch möglich einiges über den Anbau und die Ernte zu Erfahren und natürlich die Zwiebeln bei Verkostungen kennen zu lernen. Die Einwohner der Stadt sind sehr stolz auf ihre Makoer Zwiebeln und zeigen dies mit dem Fest auch gerne.

Die Makoer Zwiebeln werden entweder in Säcken oder in Ketten verkauft. Da die Zwiebel so langlebig ist, muss man sich keine Sorgen machen ob die gekauften Zwiebeln noch frisch sind oder nicht. Die Makoer Zwiebel ist für Ungarn so wichtig, dass die Stadt damit beauftragt ist rund die Hälfte des jährlichen Bedarfes an Zwiebeln für Ungarn zu produzieren. Probieren Sie den köstlichen Geschmack einer dieser Zwiebeln in einem ungarischen Gericht oder kochen Sie selber einmal mit den Makoer Zwiebeln.