Ein ungarischer Rostbraten auf Esterhazy Art

Rostbraten auf Esterhazy Art (Esterházy Rostélyos)

Neben den klassischen ungarischen Gerichten, welche in den letzten Jahrhunderten hauptsächlich von den ländlichen Menschen Ungarns gegessen wurden, gibt es auch eine Reihe von exklusiven Speisen, die lange Zeit nur dem Adel und reichen Menschen vorbehalten waren. Auch der Rostbraten auf Esterházy Art ist einer dieser besonderen Gerichte. Lange Zeit konnten sich nur sehr wenige Menschen diese Köstlichkeit leisten, doch heutzutage wird das edle Gericht nicht nur in ungarischen Restaurants angeboten, sondern man kann es auch Zuhause nachkochen und genießen.

Wenn man sich die Zutaten für den Rostbraten auf Esterházy Art ansieht, so fällt einem schnell auf, dass relativ wenige typisch ungarische Zutaten zu finden sind. Bei vielen solchen Gerichten ist es der Fall, dass internationale Zutaten so oft verwendet wurden, dass kaum heimische Zutaten für ein Rezept übrig blieben. Damals war es so üblich und bis heute hat man diese Tradition beibehalten, da die Gerichte sich zwar meisten doch etwas von anderen ungarischen Gerichten unterscheiden, sie jedoch ein fester Bestandteil der Kulinarik sind. Der Geschmack des Rostbratens wird von Genießern guten Essens bis hin zu professionellen Testern als ausgezeichnet und sehr schmackhaft bezeichnet.

Dieses Gericht bekam seinen Namen von Graf Esterhazy am Neusiedlersee. Es ist in Österreich und in Ungarn bekannt und es wird in beiden Ländern gerne gegessen. Angeblich war der Rostbraten auf Esterházy Art aber ursprünglich anders geplant. Mit dem folgenden Rezept kann man sich dieses exklusive Gericht auch Zuhause zubereiten.

Die Geschichte des Rostbratens auf Esterhazy Art ist eine einzigartige. Am Adelshof erwartete man einen köstlichen Rostbraten als Hauptgericht. Die Köche benötigten für das Rezept aber Trüffel  und mussten daher warten, da die Lieferung nicht rechtzeitig eintraf. Nach einer langen Wartezeit beschloss man zu Improvisieren und änderte das Rezept so ab, dass die Trüffel nun nicht mehr fehlten. Das neue Rezept wurde ein voller Erfolg und die Trends aus Frankreich und anderen Ländern wurden ignoriert, da die ungarische Variante des Rostbratens auf Esterhazy Art viel deliziöser schmeckte. Daher wird dieses köstliche Gericht heutzutage folgendermaßen Zubereitet:

Die Zutaten:

  • 4 Stück Rostbraten
  • 40 dag gemischtes Gemüse (Karotten, Peterwurzen, Kohlrabi, Sellerie)
  • 1 große Zwiebel
  • 2 dl guter Weißwein
  • 2 dl Sauerrahm
  • 1 Zitrone (unbehandelt)
  • Salz
  • Mehl
  • Pfeffer
  • Lorbeeren
  • ein paar Kapern
  • Senf
  • 1 Stück Würfelzucker
  • Petersilien
  • Butter

In 15 einfachen Schritten können Sie nun mit den oben genannten Zutaten einen wunderbaren Rostbraten auf Esterházy Art kreieren. Besonders gut zu dem Gericht passen eine ApfelcrèmesuppeSomloi Nockerlnungarische Beigel oder eine Jokajer Bohnensuppe.

  1. Das Fleisch wird gewaschen, getrocknet und gesalzen und gepfeffert.
  2. Danach wird es in Mehl gedreht und in heißem Öl schnell vorgebraten.
  3. Im verbleibenden Fett werden die in Ringe geschnittenen Zwiebelstücke und die Hälfte des Gemüses gebraten.
  4. Dazu gibt man das Lorbeerblatt und Alles wird mit Mehl bestreut.
  5. Dann kommen der Wein und ganz ein wenig Wasser.
  6. Nach Geschmack wird gesalzen und aufgekocht.
  7. Anschließend kommt das Fleisch dazu und nach dem Zudecken werden die Zutaten auf einer kleinen Flamme weiter gekocht.
  8. Umrühren ist verboten, man darf nur leicht schütteln.
  9. Während dem kochen kommen Zitronenschalen und Pfeffer dazu.
  10. Währendessen wird das restliche Gemüse gewaschen und in ganz dünne Streifen geschnitten.
  11. In eine kleine Pfanne kommt Butter, in diese kommen auch die Petersilie und das Gemüse.
  12. Dies wird weich gekocht. Wenn das Fleisch weich ist, kommt es auf eine warme Platte und man lässt das Fleisch auch warm bleiben.
  13. In dem Behälter in dem das Fleisch war kommen die Kapern in die Soße, so wie Senf, der Zucker, Zitronensaft, Sauerrahm und das in Butter gekochte Gemüse.
  14. Alles zusammen wird gut erhitzt. Die Fleischstücke werden dann mit dieser Soße bedeckt.
  15. Es wird heiß serviert und Reis oder Bandnudeln sind eine gute Beilage.

Guten Appetit!

Tipp: Man sollte übrigens nicht zu viel Senf oder Zitronensaft dazugeben!