Rezept für ein herrliches Gefülltes Kraut auf ungarische Art

Ungarisches Gefülltes Kraut (Töltött Káposzta)

Ein weiteres ungarisches Gericht, welches eine Kombination aus Fleisch und Gemüse in einem guten Gleichgewicht ermöglicht ist das gefüllte Kraut. Im Ungarischen heißt das Gericht Töltött Káposzta und wird vor allem gerne in ländlichen Gegenden, aber auch in anderen Regionen Ungarns gegessen. Der ausgezeichnete Geschmack entsteht durch das Kraut, welches das eingewickelte Fleisch umgibt und somit beide Geschmacksrichtungen beim Essen vermischt werden. Zusätzlich sorgt der Sauerrahm für einen zusätzlichen Geschmack, wodurch das gefüllte Kraut in ganz Ungarn, aber auch in anderen Ländern sehr gerne gegessen wird.

Auch beim gefüllten Kraut entstand das Originalrezept aus dem Mangel von viel Fleisch. Anfangs war das Fleisch so rar, dass sich nur die Allerwenigsten das Gericht mit Fleisch leisten konnten. Meist wurden andere Zutaten vom Kraut eingewickelt, doch mit der Zeit erhielt man mehr Zugang zum Fleisch und heute kann man auch in den heutigen Gerichten verschiedene Arten von Fleisch entdecken. Besonders in einem ungarischen Gericht kann man das köstliche Gericht professionell zubereitet genießen.

Das gefüllte Kraut ist ein typisches Gericht für den Winter. Es basiert auf dem Sauerkraut, welches damals Vitamin C gespendet hat, das man im Winter eher selten bekommt. Dieses  ungarische Gericht kann man auch schon vor dem Essen zubereiten und es mehrere Tage lang aufbewahren. In Ungarn gibt es ein Sprichwort, dass das  gefüllte Kraut umso besser wird, je öfter man es wieder aufwärmt.

Die Zutaten sind:

  • 50 dag gemischtes Faschiertes (Schwein und Rind)
  • 10 dag Reis
  • 8-10 Blätter Sauerkraut
  • 30 dag Schweinerippen
  • 1 kg Sauerkraut
  • 1 Becher Sauerrahm
  • Zwiebel
  • Paprikapulver
  • Pflanzenöl
  • gemahlener Pfeffer
  • Mehl

Obwohl wir für die Zubereitung von gefülltem Kraut 22 Arbeitsschritte angegeben haben, sind diese sehr einfach, daher scheint die Zubereitung nur lang, was sie aber nicht ist. Zum Kraut kann man als größeres Essen auch HasenpaprikaschGulaschsuppeQuarkknödel oder Fischsuppe zubereiten.

  1. Auf ein bisschen Pflanzenöl wird der Reis schnell gebraten.
  2. Zum Faschierten gibt man diesen Reis.
  3. Dazu gibt man eine halbe Zwiebel, welche ebenfalls auf ein wenig Öl gebraten wird.
  4. Dann werden die Zutaten gesalzen, gepfeffert und zusammengemischt.
  5. Wenn jemand die Füllung ganz lecker machen möchte, dann nimmt man ein ganzes Ei und eine Hand voll ganz klein zusammen geschnittenes Sauerkraut und fügt sie den Zutaten hinzu.
  6. Anschließend werden aus den 8-10 Blättern des Sauerkrautes die Adern entfernt und man füllt sie mit der Füllung auf folgende Weise:
  7. Auf die offene Hand platziert man das Blatt.
  8. Auf die Mitte des Blattes kommt ein großer Löffel Fleischfüllung.
  9. Die untere Hälfte des Blattes wird gefaltet und die 2 Seiten werden zusammengedreht.
  10. Die obere Hälfte wird hineingedrückt, damit keine Füllung mehr hinaus kann.
  11. In einem Topf wird die andere Hälfte der Zwiebeln gebraten, genauso wie vorhin.
  12. Dann nimmt man die Zwiebel vom Feuer und bestreut sie mit Paprikapulver.
  13. Dazu mischt man den Rest des Sauerkrautes.
  14. Auf diese Schicht von Sauerkraut kommen nun die gefüllten Blätter, anschließend kommen die Schweinerippen dazu.
  15. Eine weitere Schicht Sauerkraut kommt dazu.
  16. Man darf nur so viel Wasser dazu geben, dass die oberste Schicht genau bedeckt ist.
  17. Auf einem sehr kleinen Feuer wird das ganze ca 2 Stunden lang gekocht, bis alles weich wird.
  18. Danach nimmt man das Fleisch und die Füllung auf einen Teller heraus.
  19. Zu den restlichen Zutaten kommt der Sauerrahm, welcher vorher mit ein bisschen Mehl vermischt wurde.
  20. Jetzt kocht man das Sauerkraut und den Sauerrahm noch etwas weiter.
  21. Serviert wird alles mit einer großen Schüssel, in die zunächst das Sauerkraut kommt und darauf die Rippen und die Blätter.
  22. Auf die oberste Schicht kommt noch ein wenig Sauerrahm. Weißbrot ist eine sehr gute Beilage.

Tipp: Wenn nach dem Essen noch etwas übrig ist, dann kann man die Reste mit ein bisschen Wasser und einer kleinen Flamme wieder aufwärmen. Somit erhält man mit dem gefüllten Kraut ein wunderbares Gericht, dass auch länger halten kann.

Guten Appetit.