Das einfache aber köstliche Lecsó aus Ungarn

Ein ungarisches Letscho (Lecsó)

Das ungarische Letscho ist eines der zahlreichen ungarischen Gerichte, die auch außerhalb Ungarns sehr bekannt und beliebt sind. Das Schmorgericht wird in Ungarn sehr oft gegessen, weil es nicht nur geschmacklich sehr viel zu bieten hat, sondern bei sozialen Ereignissen wie einer Party oder einem Familienabend auch einfach in größeren Portionen zubereitet werden kann. International ist das Gericht auch in Deutschland und in Österreich bekannt, doch auch in England kennt man das Gericht und bereitet es gerne zu. Die deftige Speise wird auch in ungarischen Restaurants praktisch überall im Land angeboten.

Da das Letscho schon seit einigen Jahrhunderten ein fester Bestandteil der Kulinarik Ungarns ist, haben sich natürlich auch andere Lebensmittel zum Hauptgericht entwickelt. So werden für das Fleisch sehr gerne Debrecziner verwendet, aber es gibt auch eine Abwandlung der ungarischen Wurst, nämlich die Letschowurst, die eigens für das Letscho kreiert wurde. Als Beilage können verschiedene Zutaten genutzt werden, in Ungarn ist es aber nicht ungewöhnlich zum Gericht auch die landesweit bekannten Tarhonya zu Essen. Wie bei vielen anderen Gerichten des Landes gibt es auch beim Letscho kleine Variationen, wenn es in den verschiedenen ungarischen Regionen zubereitet und anschließend serviert wird.

Einer der wichtigsten Bestandteile des Lecsós sind die Paprika und die Tomaten. Als man im Winter noch keine Paprika bekommen konnte, war dieses Gericht die Speise des Sommers. Es gibt viele Zubereitungsmöglichkeiten. Zum Lecsó kann man Eier, Wurst und anderes hinzufügen. Wir zeigen ein Grundrezept mit dem man Debrecziner verwenden kann.

Obwohl die Zubereitung einer Portion Lecsó nicht sehr kompliziert ist, sondern nur etwas Zeit benötigt, erfolgt die Zubereitung in den deutschsprachigen Küchen etwas falsch. Meistens verwendet man zu viel Wasser für ungarische Gerichte, und deshalb schmecken Sie auch manchmal etwas zu wässrig. Daher ist es am besten, wenn man sich genau an das Rezept hält und dann kann überhaupt nichts schief gehen.

Ein kleiner Tipp noch bei einem Vergleich: Es gibt zwar Lecsó in Dosen, oder als Fertiggerichte, aber die Qualität dieser Portion ist nicht sehr optimal. Deshalb sollte man bei Gelegenheit ein Lecsó in einem ungarischen Restaurant probieren.

Man braucht:

  • 1,5 Kg gelbe Spitzpaprika
  • 2 grüne Spitzpaprika (scharf!)
  • 70 dag Tomaten
  • 2 große Zwiebeln
  • 20 dag gewürfelter Speck
  • Paprikapulver
  • Salz
  • Pflanzenöl
  • 3 Paar Debreciner
  • Schwarzpfeffer

In 14 einfachen Schritten können Sie nun Lecsó zubereiten. Es dauert nicht allzu lange, daher muss man sich nicht beeilen. In Kombination kann man seinen Gästen dazu auch einen Rostbraten oder gefüllte Paprika anbieten:

  1. Die Zwiebeln werden geschält und in kleine Würfel geschnitten.
  2. Der Speck wird auf dem Öl gebraten, solange bis das Fett ausgelassen ist.
  3. In diesem Speck werden die Zwiebelwürfel goldgelb gebraten.
  4. Die grüne Spitzpaprika wird in Ringe geschnitten.
  5. Die gelbe Spitzparika schneidet man in 2 cm große Würfel und die Tomaten werden geschält, indem man sie ein paar Minuten kocht und dann schnell herausnimmt und sie anschließend in eiskaltes Wasser taucht.
  6. Sobald die Schale herunten ist, werden diese auch in Würfel geschnitten.
  7. Die Tomaten kommen zu den Zwiebeln und man wartet bis sie zu einer flüssigen Soße werden. Danach kommen die Paprikawürfel und die Ringe in die Pfanne.
  8. Das ganze wird schnell durchgebraten, dann nimmt man die Pfanne vom Feuer und gibt das Paprikapulver dazu.
  9. Anschließend kommen die Zutaten wieder übers Feuer und nun gibt man Salz und Schwarzpfeffer hinzu.
  10. Im eigenen Saft werden die Paprika gekocht und zwar 25-30 Minuten lang.
  11. Wenn die Flüssigkeit zu wenig ist, kann man ganz ein wenig Wasser dazugeben (nur wenn es wirklich notwendig ist!).
  12. Während das Lecsó kocht werden die Debreciner in Scheiben geschnitten.
  13. Nach den 25 Minuten gibt man die Scheiben zum Lecsó dazu und alle Zutaten  werden zusammen noch 10 Minuten lang gekocht.
  14. Zum Schluss wird das Lecsó mit frischem Weißbrot serviert.

Jó étvágyat!