Ungarisches Slambuc aus der ungarischen Puszta

Traditionelles Slambuc (Öhöm)

Die ungarische Puszta ist nicht für eine romantische Umgebung bekannt, sondern auch für einige kulinarische Spezialitäten der ungarischen Küche. So stammt auch das in ganz Ungarn bekannte Slambuc aus der Region der heutigen Puszta. Obwohl das Gericht über viele Jahrhunderte eigentlich ein rein ungarisches Gericht war, entstand in den letzten Jahren eine internationale Faszination für die Puszta. So fingen auch Köche außerhalb Ungarns an das einfache aber köstliche Gericht zuzubereiten und somit wurde aus dem regional bekannten Slambuc ein international beliebtes Gericht, dass in vielen Ländern gerne zubereitet wird.

Wer einmal in Hortobágy war, hatte sicherlich das Vergnügen das älteste ungarische Hirtengericht zu kosten. Das originale Slambuc kann nur in einem Kessel zubereitet werden. Daher ist dieses Rezept insbesondere für jemanden zu empfehlen, der Zuhause einen Kessel besitzt und auf einem offenen Feuer kochen kann. Die Kessel sind in Ungarn mit Ständer an vielen Orten erhältlich. Besonders häufig sieht man sie bei den hauseigenen Shop einer ungarischen Csárda oder einem ungarischen Restaurant in der ländlichen Gegend. Um Slambuc zu kochen braucht man ca 1 Stunde, bei größeren Portionen kann es 2-3 Stunden dauern.

Die Zubereitung des Slambuc kann natürlich auch ohne traditionellen Gulaschkessel zubereitet werden. Hierbei muss aber beachtet werden, dass das Gericht, welches dann in großen Töpfen zubereitet wird, nicht lange außer Acht gelassen werden darf. Die hohen Temperaturen können die Zutaten bei Unachtsamkeit schnell verbrennen, wodurch man am besten das Gericht häufig überwacht, damit es auch richtig schmackhaft werden kann. Das Slambuc ist auch sehr gut dafür geeignet es für längere Zeiten aufzubewahren. So kann man eine etwas größere Portion zubereiten und es auch später oder am nächsten Tag aufessen, wodurch der Geschmack keineswegs nachlässt.

Auch Slambuc stammt aus der Region der ungarischen Puszta. Die Hirten führten ihre Herden damals über lange Strecken zu grasigen Flächen, und dabei kam es oftmals vor, dass tagelang kein Haus und keine Csárda in der Nähe waren. Deshalb musste man sich etwas einfallen lassen, wie man relativ einfach ein kalorienreiches Gericht mittransportieren konnte. So entstand das Rezept für Slambuc. Die Vorteile dieses Gerichts waren schnell klar. Zum einen konnte man mit einem großen Kessel eine Portion für 5 Personen oder mehr zubereiten. Zum anderen sind nicht allzu viele Zutaten nötig, um das leckere Gericht herzustellen. Heute bereitet man Slambuc noch immer mit dem Kessel zu, und für einen Grillabend oder eine Gartenparty ist dieses Rezept mit einem Kessel ein absolutes Highlight.

Für eine Portion Slambuc braucht man:

  • 30 dag geräucherte Wurst
  • 25 dag Nudeln (Fleckerl) (oder andere viereckige Nudelarten)
  • 10 dag geräucherter Speck
  • Zwiebel
  • 2 Kartoffeln
  • 2 Tomaten
  • 2 grüne Spitzpaprika
  • 1 Kirschpaprika
  • 1 Esslöffel Édes nemes Paprikapulver (süß)
  • Salz

In nur 10 Schritten und einer Stunde ist das Slambuc fertig. Die Speise ist als Hauptgang sehr gut geeignet, da sie sehr sättigend ist:

  1. Als erstes schneidet man die Zwiebeln in kleine Würfel und die Wurst in Scheiben.
  2. Die Kartoffeln werden geschält und in Würfel geschnitten genauso wie die Tomaten, die Paprika und der Speck.
  3. Wenn das Feuer den Kessel gut erhitzt hat, gibt man zunächst den Speck hinein.
  4. Wenn das Fett herausgeschmolzen ist, gibt man die Zwiebeln und die Wurst dazu.
  5. Sobald die Zwiebeln goldgelb gebraten sind, streut man das Paprikapulver dazu und gibt die restlichen Zutaten dazu (Tomaten, Paprika, Nudeln).
  6. Wer es etwas schärfer möchte gibt noch die Kirschpaprika dazu.
  7. Das alles muss gut gemischt und gesalzen werden.
  8. Anschließend muss so viel Wasser hinzugefügt werden, dass die Zutaten komplett bedeckt sind.
  9. Auf einem milderen Feuer (Ein paar Holzscheite wegnehmen) wird der Kessel manchmal leicht geschüttelt (umrühren ist verboten).
  10. Sobald die Flüssigkeit verdampft ist, ist der Slambuc fertig, da die Zutaten weich geworden sind.

Tipp: Slambuc muss heiß serviert werden und ist ziemlich deftig!

Guten Appetit!