Rezept für die beliebten Eiergraupen aus Ungarn

Klassische ungarische Eiergraupen (Tarhonya)

Ungarische Eiergraupen sind eine traditionelle Teigware, die in Ungarn bereits seit Jahrhunderten bekannt ist. Obwohl die Eiergraupen heutzutage mit der Maschine hergestellt werden, kann man sie dennoch einfach selber zubereiten. Die Graupen sind zwar selbst keine Speise, aber sie dienen sehr oft als Beilage oder als Einlage für ungarische Gerichte wie zum Beispiel RostbratenLungenbratengefüllte EnteSchweinekoteletts oder Hasenpaprikasch.

In den letzten Jahrhunderten gab es für die ländliche Bevölkerung Ungarns wenige Möglichkeiten während einem langen Winter viele verschiedene ungarische Gerichte zuzubereiten. Daher kam man auf die Idee ungarische Eiergraupen zu machen. Zwar reichten die Graupen nicht für eine ganze Mahlzeit, aber als Beilage schmeckten Sie ausgezeichnet. Somit begann man die beliebten Graupen überall herzustellen und bis heute sind die Tarhonya in ganz Ungarn bekannt.

Besonders im 19. und frühen 20. Jahrhundert wurden die Tahonya wegen einer typischen Lebensart in Ungarn sehr bekannt. Feldarbeitet aber auch andere Handwerker und Angestellte, die teilweise große Distanzen zur Arbeit zurücklegen mussten, nahmen für den Weg immer Eiergraupen mit, die meistens in kleinen Leinensäckchen transportiert wurden. So blieben sie nicht nur den ganzen Tag frisch, sondern man konnte mit Speck, Paprika und Wasser auch einen einfachen Eintopf kreieren. Dadurch mussten die ungarischen Arbeiter nicht ständig mit dem Essen warten, sondern konnten sich so ein einfaches Gericht kochen, was Arbeiter aus anderen Ländern natürlich sehr beeindruckte.

Heutzutage werden die ungarischen Eiergraupen meist maschinell hergestellt, und sie sind in jedem Supermarkt erhältlich. In ungarischen Restaurants oder einer ungarischen Csárda kann man bei einem Hauptgericht statt Reis oder Kartoffeln die Eiergraupen als Beilage ausprobieren. Trotz der verpackten Graupen schmecken die selbstgemachten natürlich viel besser. Mit ein paar weiteren Zutaten kann man den einzelnen Teigstücken einen ganz besonderen Geschmack verleihen. Der Vorteil an der Zubereitung ist, dass man die ungarischen Eiergraupen neben der Zubereitung einer Hauptspeise kreieren kann. Somit muss man sich um eine andere Beilage gar keine Gedanken mehr machen.

Da die Eiergraupen eine Beilage sind, ist es auch möglich ein nicht-ungarisches Gericht zu kochen und die Tarhonya als Beilage zu versuchen. Es gibt nur wenige Gerichte, zu denen sie nicht passen, und so kann man der eigenen Phantasie freien Lauf lassen und neue Kombinationen mit der einfachen Beilage schaffen.

Wir haben für Sie zwei Anleitungen, wie man diese ungarische Beilage selber kreieren kann. Je nachdem, welches Hauptgericht gekocht wird, ist es möglich die Graupen unterschiedlich herzustellen, deshalb gibt es kein besseres oder schlechteres Rezept, sondern einfach eine zusätzliche Hilfestellung um das richtige Rezept für das richtige Hauptgericht zu finden. Für die Zutaten schmeckt Alles am besten, wenn man ungarische Zutaten verwendet, die in jeden Supermarkt oder ungarischen Markt zu finden sind.

Erste Möglichkeit:

Zutaten:

  • 250g Tarhonya (wird in jedem Supermarkt verkauft)
  • 80g Fett
  • Zwiebel (feingehackt)
  • 1 Esslöffel gehackte Petersilie
  • Salz

Die ungarischen Eiergraupen sind in 6 Schritten und rund 20 Minuten fertig. Daher kann man dieses Rezept verwenden, falls man eine echte ungarische Beilage servieren möchte:

  1. Als erstes werden die Zwiebelstücke im Fett goldgelb gebraten.
  2. Danach wird die Tarhonya dazugegeben und angeröstet.
  3. Anschließend werden die Zutaten mit Wasser aufgegossen.
  4. Man salzt die Suppe und lässt sie für rund 15 Minuten verdeckt dünsten.
  5. Danach wird die Petersilie dazugegeben.
  6. Zum Schluss tröpfelt man noch etwas braune Butter darauf.

Zweite Möglichkeit:

Zutaten:

  • 400g Mehl
  • 3 Eier
  • Salz

Dieses Rezept ist zwar einfacher und schneller, aber dafür ist es nicht ganz das Original Rezept für die Eiergraupen:

  1. Als erstes nimmt man das Mehl und die Eier und knetet beides zusammen, bis ein Teig entsteht, und gibt während dem Prozess etwas Salz dazu.
  2. Anschließend presst man den Teig durch einen Sieb mit größeren Löchern.
  3. Die einzelnen Graupen werden nun auf ein Brett, dass mit Mehl bestreut ist, gelegt und man wartet bis sie trocken sind.

Jó étvágyat!