Die begehrte ungarische Jagdpastete nach traditionellem Rezept

Ungarische Jagdpastete (Vadász Pastétóm)

Die ungarische Jagdpastete sollte bei jeder kalten Platte dabei sein. Sie ist ideal dafür geeignet, und die ungarischen Gewürze sorgen für einen einzigartigen Geschmack. Die Pastete kann für Gerichte verwendet werden, oder als Brotaufstrich serviert werden.

Das Jagen in Ungarn hat eine ganz besondere Tradition. Aufgrund der ungarischen Fauna und Flora und der geographischen Bedingungen gibt es sehr viele Jagdgebiete in Ungarn. Die vielen Jagdvereine veranstalten bei einer erfolgreichen Jagd auch gerne Festessen. Und dazu gehört eine ausgezeichnete und exquisite Jagpastete. Ganz traditionelle Jäger bereiten die Pastete mit dem Fleisch zu welches vorher erlegt wurde. Man kann die Pastete zum Beispiel als Aufstrich für Weißbrot oder Schwarzbrot verwenden.

Die ungarische Jagdpastete existiert schon seit vielen Jahrhunderten. Schon im Mittelalter wurden in Ungarn Pasteten hergestellt und mit der Zeit etablierte sich der Begriff Jagdpastete für jene Produkte, die von den Jägerschaften des Landes erzeugt wurden. Damals wurden so viele Teile der Tiere verwertet wie möglich, und deshalb gab es damals auch Zutaten für die Pastete, die heute eher unüblich sind. Dennoch findet man neben dem normalen Fleisch der heutigen Pastete auch noch Leber und manchmal andere Organe die für die Zubereitung verwendet werden. Im Zeitalter der Österreich-Ungarischen Monarchie kam die Pastete auch aus Ungarn zu anderen Ländern.

Falls man selber in Ungarn auf die Jagd geht, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass man bei einer der Mahlzeiten auch eine leckere Jagdpastete bekommt. Mit einem guten Brot wird die selbstgemachte Pastete meist zu einer kalten Platte serviert. Wenn man sie aber erleben möchte ohne gleich jagen zu gehen, kann man auch in diversen ungarischen Restaurants Gerichte mit der Pastete erhalten. Zusätzlich ist es mit diesem Rezept in diesem Artikel möglich die Jagdpastete selber herzustellen, wobei es sehr empfehlenswert ist, ungarische Zutaten zu verwenden, damit der Geschmack umso besser wird und man die Familie oder Freunde damit überraschen kann.

Die Zutaten und die Zubereitung sind zwar etwas anspruchsvoll, aber dafür schmeckt die Pastete auch dementsprechend.

Zutaten:

  • 600g Rehfleisch
  • 80g Butter
  • 250g Schweinefleisch
  • 400g Kalbsleber oder Gänseleber
  • 200g Speck
  • 80g Weissbrot
  • 1,25dl Milch
  • 6 Eigelb
  • 50g gewürfelte Champignons
  • 1 Esslöffel Madeira
  • Pastetengewürz
  • 800g fester Pastetenteig
  • 80g Öl
  • 250g Speck

Bei den folgenden 15 Schritten für die Jagdpastete muss man sich genau auf die Anleitung konzentrieren. Neben einer kalten Platte kann man als Hauptspeise auch RindsgulaschFleischpalatschinken, FischgulaschTopfenfleckerln oder Szegediner Gulasch zubereiten. Daher ist es ratsam die Anleitung einmal vorher ganz durchzulesen:

  1. Als erstes wird das Rehfleisch enthäutet und in 3 gleiche Teile zerschnitten.
  2. Zwei dieser Teile werden in heißer Butter gar gebraten.
  3. Nachdem alles ausgekühlt ist zerschneidet man die zwei erwärmten Teile, den rohen Teil, den Speck und die Leber in kleine Stücke.
  4. Das Weissbrot wird in Milch getaucht und ausgedrückt und zum Fleisch dazugegeben.
  5. Alles wird nun 2 oder 3 mal durch den Fleischwolf gedreht.
  6. Das Fleisch wird nun mit dem Salz, dem Pastetengewürz und dem Madeira gewürzt.
  7. Nun kommen das Eigelb und die Champignons dazu und die Masse wird kräftigt umgerührt.
  8. Eine Kastenform wird jetz mit dem Pastetenteig ausgefüttert.
  9. Das Innere der Form wird so mit Speckscheiben ausgelegt, dass die Hälfte über den Rand der Kastenform hinausragt.
  10. Danach kommt die Füllung hinein und mit den Speckscheiben bedeckt man die Füllung.
  11. Die obere Seite wird mit dem verbleibenden Pastetengewürz bestreut und man streicht etwas verdünntes Eigelb darauf.
  12. Danach kommt ein Teigdeckel darauf und die Ränder drückt man gut zusammen.
  13. In der Mitte der Form sticht man nun ein oder zwei Löcher durch und auch der Deckel wird mit etwas Eigelb bestrichen.
  14. Mit einem gefetten kammförmigen Papier in der vorhin vorbereiteten Öffnung backt man nun bei 180 Grad die Pastete.
  15. Sobald die fertige Jagdpastete vollkommen abgekühlt ist, darf man sie aufschneiden.

Guten Appetit!