Festliches Bischofsbrot aus Ungarn

Ungarisches Bischofsbrot

Jedes Jahr zur Weihnachtszeit in Ungarn gibt es natürlich auch Weihnachtsgebäck. Neben den beliebten Beigli und dem Lebkuchen wird am 25. Dezember das besondere Püspökkenyér zubereitet und den Liebsten serviert. Besonders die Kleinen freuen sich über die leckere Backware, da die süßen Zutaten das Bischofsbrot besonders gut schmecken lassen. Das Weihnachtsgebäck kann man mit dem folgenden Rezept auch ganz einfach während der Adventszeit backen und die Liebsten damit überraschen.

Das Bischofsbrot erlebte in seiner doch älteren Geschichte schon vor einigen Jahrhunderten eine große Beliebtheit. Im Gegensatz zum üblichen Brot, welches keineswegs süß war, experimentierte man mit süßen Broten und so entstand letztendlich das Bischofsbrot. Die Namensgebung selbst ist durchaus treffend, denn das Brot wurde ursprünglich in Klöstern und in religiösen Gemeinden hergestellt. Manchmal wurde es zu Weihnachten den Menschen gegeben, wodurch auch in Ungarn es eher zu Weihnachten üblich ist. Schon damals waren die Menschen vom süßen Brot begeistert und schon bald fingen sie an das Rezept selber nachzubacken.

Noch heute gibt es viele Familien in Ungarn, die das Bischofsbrot selber zubereiten. Die allgemeine Zubereitung ist nicht allzu schwierig wodurch meist die ganze Familie hilft und auch die Kleinen die Möglichkeit bekommen beim Backen zu helfen. Auch im heutigen Christentum spielt das Bischofsbrot in Ungarn eine wichtige Rolle. Bei Weihnachtsmessen oder beim anschließenden Beisammensein im Pfarrhaus bietet die Gemeinde selbstgemachtes Bischofsbrot an. Dieses schmeckt natürlich ganz anders als jene aus den Supermärkten, da die Rezepte ab und zu auch ein bisschen modifiziert werden, um dem eigenen Geschmack besser zu gefallen. Bei einer Gelegenheit sollte man während einem Urlaub in Ungarn unbedingt das süße Brot probieren.

Das Bischofsbrot gehört zum traditionellen Weihnachtsgebäck. Heutzutage kann man es natürlich auch in ungarischen Supermärkten und auf Weihnachtsmärkten kaufen, aber am besten schmeckt es noch immer selbstgemacht. So kann das Püspökkenyér eine perfekte Ergänzung zum Weihnachtsessen sein. Allein der süße Duft des Brotes lässt weihnachtliche Erinnerungen hervorkommen und verzaubert mit dem Duft das Wohnzimmer mit dem Weihnachtsbaum. Für die Zubereitung des Püspökkenyér benötigt man folgende Zutaten:

  • 120g Butter oder Margarine
  • 140g Zucker
  • 6 Eier
  • 140g Mehl
  • 120g Nüsse
  • 120g Mandeln
  • 120g Haselnüsse
  • 120g Quittenmus
  • 120g Kochschokolade
  • 120g gezuckerte Orangenschalen
  • 120g Gelé-Szaloncukor-Gemisch
  • etwas Salz

Obwohl das Püspökkenyér viele Zutaten zu haben scheint, sieht man bei den Zubereitungsschritten, dass das Weihnachtsgebäck sehr schnell zubereitet werden kann. Die Zutaten reichen für ein Püspökkenyér für 4-6 Personen. In nur 9 einfachen Schritten ist man mit der Zubereitung in ungefähr 90 Minuten fertig:

  1. Zunächst rührt man die Butter, das Eigelb der 6 Eier und den Zucker solange um, bis die Zutaten zu schäumen beginnen.
  2. Anschließend nimmt man eine neue Schüssel und gibt das Mehl hinein. Je nach persönlichem Geschmack gibt man von den restlichen Zutaten (außer dem Salz) dazu. Dabei sollte das Verhältnis der Zutaten ungefähr gleich groß sein.
  3. Der Inhalt der beiden Schüsseln wird nun zusammengefügt.
  4. Zur Masse wird nun eine Prise Salz und das Eiweiß der Eier hinzugegeben. Die Masse wird nun vorsichtig umgerührt.
  5. Nachdem nun alle Zutaten in einer Schüssel sind, wird eine Kastenform zurechtgelegt. In diese Kastenform gibt man vorsichtig die Zutaten. Danach wird die Masse geglättet.
  6. Die Kastenform kommt anschließend in den mit einer Temperatur zwischen 130° und 140° vorgewärmten Ofen und bleibt dort für ungefähr 60 Minuten.
  7. Danach lässt man das Brot abkühlen und kippt es aus der Form.
  8. Zum Schluss kann man noch entscheiden, ob man aus den verbleibenden Zutaten noch einige nutzen möchte, um die obere Seite des Brotes zu versüßen.
  9. Das Brot wird aufgeschnitten und serviert.

Tipp: Normalerweise wird das Püspökkenyér mit einem weihnachtlichen Tee serviert. Man kann diesen entweder zum Kuchen trinken, oder den Kuchen in den Tee tunken. Es ist auch möglich das Bischofsbrot mit ein paar Szaloncukor oder ungarischem Marzipan zu dekorieren.