Die beliebte ungarische Bohnensuppe auf Jokaer Art

Bohnensuppe auf Jokaer Art (Jókai Bableves)

Die ungarischen Suppen haben allgemein die Eigenschaft eher deftig zu sein, wenn man von ein paar Ausnahmen wie der Apfelcrèmesuppe absieht. Diese Suppen werden in ganz Ungarn gerne zubereitet und gegessen und so ist es auch bei der Jokaer Bohnensuppe. Die nach einer historischen Person Ungarns benannten Suppe weißt eine ähnliche Geschichte auf wie die Újházi Hühnersuppe. In einem ungarischen Restaurant kann man die Suppe praktisch immer bekommen. Je nachdem wie groß der Hunger ist, eignet sich die Suppe sehr gut als Vorspeise oder aber auch als Hauptgericht.

Die Jokajer Bohnensuppe ist nach einem sehr berühmten Schriftsteller benannt; Jókai Mór. Neben diesem Gericht muss man nichts mehr dazukochen, da es als Hauptspeise dient. Für die kalte Jahreszeit hatte man damals die Bohnensuppe gekocht um genug Kalorien zu erhalten.

Für die Zubereitung benötigt man 2 Tage, da einige Zutaten etwas länger brauchen, daher ist es ratsam sich die Arbeitsanleitung vorher genau durchzulesen. Diese kulinarische Köstlichkeit benötigt absichtlich mehr als einen Tag der Zubereitung, damit sich das Aroma der Jokaer Bohnensuppe umso besser entfalten kann. Dieser Prozess ermöglicht es nach zwei Tagen Freunden oder Verwandten eine herrliche Suppe zu servieren, die allen noch lange in guter Erinnerung bleiben wird.

Die Zutaten sind:

  • 20 dag Trockenbohnen
  • 1 geräucherte Stelze vom Schwein
  • 10 dag Karotten
  • 8 dag Peterwurzen
  • 3 gelbe Spitzpaprika
  • 2 Tomaten
  • 30 dag geräucherte Wurst
  • Pflanzenöl
  • Lorbeeren
  • Knoblauch
  • 5 dag Mehl
  • 0,5 Zwiebeln
  • Paprikapulver
  • Petersilien
  • 1,5 L Sauerrahm
  • Suppeneinlage (unten)

Das Zubereiten der Jokajer Bohnensuppe benötigt mindestens 19 Schritte, die man genau befolgen muss. Falls man dies aber macht werden die einzelnen Schritte nicht allzu schwierig sein. Wenn man dennoch weitere Gänge zubereiten möchte, kann man zusätzlich noch Pogatsche oder ungarische Beigel machen:

  1. Am Abend vor dem Kochtag wäscht man die Trockenbohnen und lässt sie im Wasser einweichen.
  2. Währenddessen kocht man ohne Salz die geräucherte Stelze in 1,5 L Wasser weich.
  3. Am nächsten Tag wird von der Stelze das Fett entfernt und in einen separaten Behälter gelegt.
  4. Im selben Fett werden die Karotten und die Peterwurzen gebraten.
  5. Wenn die Zutaten halbwegs gebraten sind, gibt man die Bohnen inklusive Wasser dazu.
  6. Das Wasser der Stelze kommt auch dazu.
  7. Dann gibt man die Lorbeeren, den Knoblauch und die in kleine Würfel geschnittenen Tomaten und Paprika.
  8. Salz kommt je nach der Menge Salz der Stelze dazu.
  9. Wenn die Stelze sehr salzig ist, muss man kein Salz mehr hinzufügen.
  10. So wird alles weichgekocht, bis die Bohnen weich werden.
  11. In dieser Zeit wird die Wurst gebraten und wenn sie fertig ist, nimmt man sie aus dem Pflanzenöl und schneidet sie in Scheiben.
  12. Sobald die Bohnen weich sind, nimmt man Fett der Wurst und macht mit Mehl und kleingeschnittenen Zwiebeln einen hellen Einbrenne.
  13. Zum Schluss wird dieser mit Paprikapulver und Petersilien bestreut.
  14. Der Einbrenne kommt zu den Bohnen und die ganze Suppe wird noch einmal erhitzt.
  15. Danach kommt der Sauerrahm dazu, welcher mit ein wenig Mehl vermischt wurde.
  16. Zum Schluss kommen die Wurstscheiben und Csipetke (wird unten erklärt).
  17. Vor dem Servieren wird die Stelze zusammengeschnitten.
  18. In einen Suppenteller kommen zuerst die Stelze und dann die restliche Suppe.
  19. Am Tisch kann jeder nach seinem Geschmack Essig dazugeben.

Noch ein bisschen Weißbrot und guten Appetit!

Tipp: Die Suppeneinlage Csipetke ist zwar nicht unbedingt notwendig, da man sie aber leicht zubereiten kann ist es sehr empfehlenswert dies zu tun damit man eine wunderbare Jokajer Bohnensuppe erhält.

Für die Suppeneinlage (Csipetke) benötigt man:

  • 1 Ei
  • 15 dag Mehl
  • Salz
  1. Die Suppeneinlage wird aus den oben genannten Zutaten gemacht, indem ohne Wasser daraus einen festen Teig macht.
  2. Man formt die Teigmasse kugelförmig und aus dieser Masse werden ganz kleine Teile herausgepickt.
  3. Diese Teile werden auf ein Brett gelegt, welches mit Mehl bedeckt ist, und im Mehl formt man die Teilchen wieder zu Kugeln und fügt sie schließlich der Suppe hinzu.