Das Osterlamm

Das Osterlamm

Ein ganz besonderes Tier in der Osterzeit ist selbstverständlich das Osterlamm. Es ist nicht nur ein Bestandteil der kirchlichen Osterbräuche, sondern meistens auch ein köstlicher Teil der Osterspeise. Der Ursprung des Osterlammes stammt aus den biblischen Überlieferungen der Christen und es hat sich auch in Ungarn um die erste Jahrtausendwende eingebürgert. Damit man das Osterlamm am Ostersamstag und am Ostersonntag genießen kann, lassen Züchter die Lämmer so zur Welt kommen, damit sie zur Osterzeit genau das richtige Alter haben.

Das Osterlamm ist die heutige Variante des allgemeinen Opferlammes. Dieses wurde Jahrtausendelang an die Götter geopfert. Dabei brachte man es zu einem Altar und tötete es bei diesem. Auch in Ungarn schmierte man das Blut der Lämmer manchmal auf die Türen, damit den Kindern nichts geschehen würde. Denn Gott brachte die Pest nach Ägypten, welche jedes Kind tötete, dessen Türen nicht mit Lammblut beschmiert waren. Dieser Aberglaube existiert in Ungarn aber längst nicht mehr.

Aufzeichnungen über das Osterlamm gibt es in Ungarn im Ort Tihany. In der gleichnamigen Kirche findet man eine mittelalterliche Schrift, die noch über Opferzeremonien mit Lämmern berichtet und erzählt. Mit der Zeit setzte sich das Osterlamm durch, da es für das zarte Fleisch bekannt war. Somit schlachtete man die Lämmer am Karfreitag, damit man sie am nächsten Tag essen konnte. Damals wie heute ist es eine eingebürgerte Tradition, dass man die Knochen des Lammes auf gar keinen Fall zerbricht, da dies Unglück bedeutet. Diese Tradition wird auch bei der Osterspeise angewendet, zum Beispiel beim Schinkenknochen, der nicht zerbrochen werden darf.

Selbstverständlich symbolisiert das Osterlamm in Ungarn auch das Lamm Gottes. Diese Umschreibung für Jesus entstand wiederum aus dem Opferkult, da Jesus sich für die Menschen geopfert hat. In diversen ungarischen Städten findet man in den Kirchen das Lamm Gottes abgebildet. Das Osterlamm selbst ist deshalb bei der Fleischweihe sehr wertvoll und wird auch so behandelt.

Damit Ungarn selbst aber auch Gäste in Ungarn zur Osterzeit das Osterlamm zubereiten können gibt es einige spezielle Bauernhöfe, die Lämmer so züchten, dass sie bis Ostern alt genug sind. Die Käufer sind in diesem Fall aber nicht nur Familien für speisen. Oftmals kaufen Zoos und Ostermärkte einige Lämmer, damit die Kleinen sie im Streichelzoo streicheln können. Besonders die Kleinen freuen sich sehr über die plüschigen Tiere. Am besten geht man hierfür in einen städtischen Zoo wie den Budapester Zoo. Bei einem Ostermarkt kann man die Lämmer meist in einem kleinen Heugehege streicheln und muss dafür nur ein bisschen Geld zahlen um die Osterlämmer mit dem Geld zu versorgen.

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