Die kulinarische Stadt Makó in Csongrád

Makó (Makowa)

Im Südwesten Ungarns, nur 30 Kilometer östlich von Szeged, befindet sich die ungarische Stadt Makó. Mit rund 25.000 Einwohnern ist die Stadt im Komitat Csongrád nicht die größte, aber ein Aspekt der ungarischen Kulinarik hat die Stadt vor vielen Jahren international berühmt gemacht. Es handelt sich dabei natürlich um die Makoer Zwiebeln. Zusätzlich lockt Makó noch mit einigen interessanten Sehenswürdigkeiten, einem ruhigen Ambiente, und einem beliebten Heilbad der Stadt. Während eines Spazierganges wird man aber bald erkennen, dass die Makoer Zwiebel nicht nur die Menschen, sondern auch die ganze Stadt geprägt hat.

Dokumente weisen darauf hin, dass in Makó bereits im 16. Jahrhundert Zwiebeln angebaut wurden. Für die Landwirte war der Boden und die spezielle Art des ungarischen Klimas perfekt für den Anbau geeignet. Die große Ära der Zwiebeln begann im 18. Jahrhundert, als sie im großen Stil angebaut wurden. Der reformierte Pfarrer Miklós Szirbik überzeugte die Menschen davon, dass die besonderen Zwiebeln der Region eine sichere Investition mit einer großen Zukunft waren. Im gleichen Jahrhundert siedelten auch viele Juden nach Makó und beeinflussten von ihrem Viertel aus die Stadtkultur und das Gemeindeleben. International bekannt wurde Makó 1873 und 1888 als die berühmten Zwiebeln auf Expos präsentiert wurden. Ende des 20. Jahrhunderts entdeckte besonders der ungarische Tourismus die Stadt aufgrund der nahen Lage zum Fluss Maros und dem Heilbad der Stadt.

Heute ist es am besten, wenn man einen Stadtrundgang durch Makó beim Rathaus beginnt. Das ehemalige Komitatsgebäude ist mit der klassizistischen Bauweise besonders schön und lädt Gäste bereits beim Anfang herzlich zu einem Spaziergang ein. Ein interessanter Repräsentant der Gotteshäuser in Makó ist die reformierte Altkirche im Rokokostil, welche für Besucher geöffnet ist. Überrascht wird man sicherlich vom Zwiebelhaus der Stadt sein. Die Architektur erinnert an eine Bauweise aus ferner Zukunft, doch bei näherer Betrachtung erkennt man die Form einer Zwiebel, wenn man sich das Dach in der Mitte ansieht. Dieses Gebäude ist nicht nur das Zentrum des Zwiebelkultes, sondern auch Schauplatz des jährlichen Zwiebelfestivals, welches sich nicht nur Einheimische gerne ansehen. Ein sehenswerter Stadtteil ist auch das jüdische Viertel, dass die jüdische Kultur in der Architektur wiederspiegeln lässt.

Sehr stolz sind die Einwohner von Makó aber auf ihre Makoer Zwiebeln. Für typisch ungarische Gerichte gibt es typisch ungarische Zutaten, die man immer verwenden sollte, wenn der Geschmack exzellent sein soll. Die Makoer Zwiebel ist einer dieser besonderen Zutaten. Aufgrund der vielen Sonnenstunden, dem Klima und dem Boden ist es den Landwirten möglich, mit einem speziellen Verfahren die überdurchschnittlich gesunden Zwiebeln zu züchten. Die Zwiebelproduktion ist für den ungarischen Bedarf sehr wichtig und deshalb kann man sich den heutigen Zwiebelanbau ansehen und sich auch über die Vergangenheit der hiesigen Landwirtschaft erkundigen. Sehr empfehlenswert ist es in einem ungarischen Restaurant oder einer Csárda in Makó ein Gericht mit den köstlichen Zwiebeln auszuprobieren.

Makó ist aber auch ein Sammelpunkt für Freunde des Wassersportes, des Angelsportes und der ungarischen Heilbäder. Im Heilbad der Stadt können Patienten das heilende Wasser gegen Erkrankungen nutzen, während Familien sich in den Schwimm- und Erlebnisbecken vergnügen können. In den wärmeren Monaten steht auch der Fluss Maros zur Verfügung, und die Familie kann einen Tag am Strand genießen. Auch Angeln in Ungarn ist zum Beispiel hier ausgezeichnet möglich, da der Fischreichtum des Flusses sehr groß ist. Die Umgebung von Makó ermöglicht aber auch Wandertouren, kleine Bootstouren, und reiten ist auch möglich.

Makó bietet also eine sehr gute Kombination aus Kulinarik, ungarische Kultur, und Erlebnis. Die Stadt ist mit ihren kleinen Straßen und der überschaubaren Größe ein herrliches Ziel für einen Tagesausflug. Während man sich an einem Halbtag die Stadt ansieht, kann man sich anschließend im Heilbad entspannen und dann zu einem herrlichen Gericht mit Makoer Zwiebeln einen ungarischen Wein trinken, während die Sonne langsam hinter der ungarischen Puszta unter geht. Falls man in Makó für Freunde und Bekannte Souvenirs mitnehmen möchte, dann kann man verschiedenste Varianten der Zwiebeln erhalten. Ob als Zutat, oder in ganzen Knollen, es ist für jeden etwas dabei.


Karte der Stadt Makó