Der ungarische Bükk Nationalpark

Der Nationalpark Bükk

Wenn man sich die Landkarte Ungarns ansieht und das Nordungarische Gebiet zwischen EgerMiskolc und Ózd betrachtet, entdeckt man Ungarns größten Nationalpark, nämlich den Nationalpark Bükk. Auf einer Fläche von über 430 Quadratkilometern dominiert das Bükk-Gebirge mit dem höchsten Punkt beim Istállós-Felsen. Das Gebirge ermöglicht eine unglaubliche Vielfalt der ungarischen Fauna und Flora und die Geologie selbst lädt zu Wandertouren ein. 853 Höhlen sind im Nationalpark Bükk bekannt und Gäste können auf den vielen Wegen wirklich die ungarische Natur hautnah erleben.

Die Entwicklung des Nationalparks Bükk trägt zur heutigen Vielfalt des Parks bei. Das Urgestein kam im Zeitraum des Mesozoikum zu den heutigen Formen, nachdem auch Vulkane das Gebiet stark beeinflusst haben. Das Bükk-Gebirge bot während der Eiszeit vielen Lebewesen einen Unterschlupf an, besonders die vielen Höhlen trugen dazu bei. Die Höhlen selbst entstanden dadurch, dass nach der Eiszeit das viele Wasser sich einen Weg durch den Kalkstein bahnte und die heutigen Komplexe formte. Trotz der Industriellen Revolution ist fast der gesamte Nationalpark Bükk bewaldet. Besonders die Buche ist hier dominant, deshalb erhielt der Park seinen Namen auch durch das Ungarische Wort für Eiche: Bükk.

Die Fauna und Flora des Nationalpark Bükk ist beeindruckend. Da die klimatischen Verhältnisse denen der Alpen sehr ähnlich sind, gibt es eine Vielzahl an Pflanzen und Tierarten. Insgesamt 22.000 verschiedene Tierarten sind innerhalb des Geländes zu finden und noch viele weitere Pflanzenarten. Ein sehr seltenes und exotisches Exemplar einer Orchideenart ist der so genannte Frauenschuh, der im Nationalpark zu finden ist. Majestätisch erheben sich aber auch die streng geschützten Vogelarten wie der Kaiseradler, der Würgfalke und der Schreiadler. Um diese seltenen Lebewesen optimal schützen zu können sind 60 Quadratkilometer der Gesamtfläche unter besonders strengem Schutz.

Eine Wandertour durch den Nationalpark Bükk ist ein wahrhaft einzigartiges Erlebnis. Während man durch die weiten und freundlichen Wälder streift entdeckt man nicht nur Tiere und Pflanzen. Die Geologie des Nationalparks hat etliche natürliche Sehenswürdigkeiten erschaffen. Da das Wasser seit Jahrtausenden durch das Bükk-Gebirge fließt, haben sich wunderschöne kleine Wasserfälle wie der des Szalajka-Baches gebildet. Das harmonische Stufenschema zeigt zu was Mutter Natur fähig ist. Auch die Berge selbst bieten eine perfekte Möglichkeit um zu wandern. Besonders interessant sind natürlich die 853 Höhlen, die es im Nationalpark Bükk gibt. Davon stehen 45 unter ganz strengem Schutz und hier befindet sich auch Ungarns tiefste Höhle, nämlich die 250 Meter Tiefe István-lápa-Höhle. Es gibt hier auch viele ungarische Tropfsteinhöhlen.

Der Nationalpark Bükk kam 2007 international in die Schlagzeilen, als ein Unternehmen ankündigte mitten im Nationalpark die  CO2 Emissionen des Vatikans zu neutralisieren. Ziel des Projektes war es viele tausend Bäume innerhalb des Parkgeländes zu pflanzen, die genug CO2 verarbeiten könnten, dass die statistischen Emissionen des Vatikans komplett neutralisiert werden könnten. Das Projekt wurde aber nie in die Tat umgesetzt, wodurch der Nationalpark Bükk dennoch weitaus bekannter wurde, auch wenn das Unternehmen sich nicht an das Versprechen hielt. Aufgrund der Grundidee werden aber immer wieder einige Bäume gepflanzt, damit das einstige Projektziel in vielen Jahren dennoch umgesetzt werden kann und einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz beitragen kann.

Die geologischen Wunder des Nationalpark Bükk haben das Gebiet natürlich auch für Menschen aus Urzeiten attraktiv gemacht. Der Park klärt in Ausstellungen über archäologische Funde auf, die bis zu 100.000 Jahre alt sind. Des Weiteren kann man im Park auch die ungarische Kultur und ihre Bewahrung erleben. Zum Beispiel kann man sich die kleinen Siedlungen in dem Gebiet ansehen, oder den Burgberg in Szarvaskö ansehen und bestaunen. Der Nationalpark Bükk ist wirklich ein schützenswerter Ort mit dem zweithöchsten ungarischen Gebirge nach dem Mátra-Gebirge und einer geologischen Einzigartigkeit, die den Lebensraum von abertausenden wunderbaren Lebewesen bereitstellt. Kommen Sie mit Ihrer Familie in den Nationalpark Bükk und erleben sie die ungarische Natur.

Karte des Nationalpark Bükk