Der ungarische Donau-Drau Nationalpark

Der Nationalpark Donau-Drau

Die Flüsse Ungarns sind ein Schatz des Landes und werden auch so gehütet. Neben wenig Umweltverschmutzung ist man auch bemüht die Ufer als natürliche Lebensräume für die ungarische Fauna und Flora zu erhalten. Der Nationalpark Donau-Drau wurde mit genau diesen Vorsätzen gegründet und schützt seit Jahren ein Gebiet von 495 Quadratkilometern. Der ungarische Nationalpark ist im Süden Ungarns und verläuft entlang der südlichen Donau und teils entlang der Drau in Südtransdanubien. Die Merkmale des Nationalpark Donau-Drau sind neben einer herrlichen Uferlandschaft die vielen Laubwälder, die sich in der Region befinden.

Schon 1962 wurden Teile des heutigen Gebietes des Nationalpark Donau-Drau unter Naturschutz gestellt. 1996 wurde anschließend der Nationalpark gegründet und besitzt nun zwei essentielle Aufgaben. Die erste Aufgabe besteht darin die Donau und die Drau vor Umweltverschmutzung zu schützen, damit der Fischreichtum und die Tiere und Pflanzen am Ufer am Leben bleiben können. Zusätzlich wird somit auch wertvolles Trinkwasser geschützt, welches bei Wassermangel überlebenswichtig ist. Die zweite große Aufgabe besteht darin die umliegenden Wälder des Nationalparks zu schützen. Neben vielen streng geschützten Lebewesen sind die Wälder auch eine sich selbst erneuerbare Quelle von Ressourcen, die erhalten werden muss. Mit diesen Aufgaben erstreckt sich das Gebiet vom Westen aus entlang der Drau und macht dann nach Pécs, bei Mohács eine Biegung Richtung Norden und folgt einen Teilverlauf der Donau.

Einer der wichtigsten Elemente im Nationalpark Donau-Drau ist natürlich die Donau. Von Szekszárd beginnend steht das dortige Leben unter strengem Schutz. Dies ist auch berechtigt, denn an den Ufern findet man weltweit rare Pflanzenarten wie die Dünnährige Segge und die Schachtelblume. Innerhalb des Flussverlaufes stößt man immer wieder auf kleine Sandbänke und kleine Kiesinseln die für eine malerische Ästhetik sorgen. Der riesige Fischreichtum ist nicht nur für das Angeln in Ungarn ein Segen. Die vielen Karpfen, Hechte und Brachsen sind die Basis für viele Vogel- und Säugetierarten. Verschiedene Reiher-, Otter-, Enten- und Rotwildarten leben in den unberührten Wäldern, die sich im Lauf der Jahrtausende um die Donau entwickelt haben. Besonders aufmerksame Gäste des Nationalpark Donau-Drau könnten sogar das Glück haben die äußerst seltene Wildkatze zu entdecken.

Ebenso vital für das Ökosystem im Nationalpark Donau-Drau ist die Drau. Viele sagen, dass dieser Fluss Ungarns der reinste und natürlichste ist, da hier am wenigsten Maßnahmen zur Wasserregulierung vorgenommen worden sind. 150 Kilometer lang verläuft sie Richtung Osten, dabei fließt die Drau aber nicht konstant durch Ungarn, sondern auch manchmal durch Nordkroatien. Auch hier entdeckt man an den Ufern geschützte Pflanzenarten und majestätische Wälder. Weiden- und Pappelbäume sind nur zwei der zahlreiche Baumarten in den Laubwäldern. Der Nationalpark Donau-Drau verläuft von Westen aus gesehen solang entlang der Drau, während der Fluss sich in Ungarn befindet. Wenn der Fluss abbiegt erstreckt sich das Areal in den zahlreichen Wäldern weiter, bis die Drau zum Beispiel bei Vizvár zurückkehrt. Bekannte Vertreter des Gebietes sind Schwarzspechte, Moorfrösche und Schwarzstörche.

Obwohl die Donau und die Drau sich nicht direkt berühren, stellt der Nationalpark Donau-Drau dennoch ein wichtiges Bindeglied dieses fragilen Ökosystems dar. Für Besucher gibt es einige Möglichkeiten, wie man die riesige Fläche erkunden kann. Für Vogelfreunde und Ornithologen gibt es einige Vogelbeobachtungstürme, die man nutzen kann. Für Wandertouren sind die Wälder der Region ganz besonders gut geeignet. Verschiedene Lehrpfade bieten nicht nur einen wunderbaren Wanderweg, sondern auch interessante Details des Nationalparks. Auch ein wichtiges Zentrum der ungarischen Geschichte stellt Mohács dar und deshalb kann man sich auch in diese Richtung informieren.

Obwohl man eine Genehmigung für eine Bootstour innerhalb des Nationalpark Donau-Drau benötigt, ist es ein einmaliges Erlebnis mit einem kleinen Boot die Tiere und Pflanzen kennen zu lernen. Hierfür werden Touren und Führungen angeboten. Der Nationalpark Donau-Drau ist also reich an Möglichkeiten und ein Wächter von einzigartigen Gebieten und Lebewesen. Lernen Sie die Lebewesen und die Wälder kennen, indem Sie einem Lehrpfad folgen, oder auf einem Beobachtungsturm die alten Bäume überblicken. Der Nationalpark Donau-Drau hat dies und noch viel mehr zu bieten.

Karte des Nationalpark Donau-Drau