Das wunderschöne Szalajka Tal im Bükk Gebirge

Das Szalajka Tal im Bükk Gebirge

18 Einzelstufen aus Tuffgestein sorgen für die besondere Form des Wasserfalls
Besucher bezeichnen den Fátyol Wasserfall oftmals als den schönsten Teil des Szalajka Tals, der mit seiner Länge von 17 Metern durchaus imposant ist (1)
Der Szalajka Fluss ist unter anderem die Heimat der hiesigen Forellen
Direkt aus einer Höhle entspringt der Szalajka Fluss, der reich an Mineralien ist und zu den gesündesten Wasserquellen des Landes gehört (2)
Auf einer Strecke von über 3 Kilometern können Besucher von den Personenwaggons aus die Natur beobachten
Viele Gäste nutzen die nostalgische Szilvásvárad Schmalspurbahn, um gemütlich durch das Tal zu fahren (3)
Die Tier- und Pflanzenwelt vom Szalajka Tal wird anhand zahlreicher Informationsschilder näher erklärt
Neben Hirschen und vielen Vogelarten ist der europäische Mufflon der jüngste Bewohner des Szalajka Tals der sich im Wildreservat äußerst wohl fühlt (4)

Einleitung:

Im Jahr 2011 wurde eine landesweite Online-Umfrage durchgeführt, bei der die Ungarn die schönsten natürlichen Sehenswürdigkeiten ihres Landes bestimmen konnten. Während der Megyer-Hegy Bergsee die Umfrage gewann, war es nicht überraschend, dass das Szalajka Tal gleich den zweiten Platz erhielt. Dieses Tal innerhalb des Bükk Gebirges ist nämlich einer der schönsten touristischen Zentren für Natur und Umweltkunde. Neben einer beeindruckenden Umgebung bietet das harmonische Tal im Norden Ungarns auch zahlreiche Sehenswürdigkeiten für Besucher aller Altersgruppen an. Das Szalajka Tal ist aber auch für seine kulinarischen Spezialitäten, wie zum Beispiel die Wildforelle bekannt, die in den lokalen Gasthäusern während einer Wanderpause genossen werden können.

Geschichte:

Nach umfangreichen archäologischen Arbeiten seit dem Jahr 2000 konnte bestätigt werden, dass im Szalajka Tal bereits vor 40.000 Jahren Menschen gelebt haben. Die Höhlenmenschen wohnten in der Istállós Felshöhle und hatten vom Tal sogar Kontakt zu anderen Stämmen, die teilweise 500 Kilometer entfernt lebten. Auch in der Bronzezeit lebten Menschen im idyllischen Tal, worauf keltische Relikte und eine frühe Erdburg verweisen. Dennoch gab es bis zum Mittelalter keine größeren Siedlungen innerhalb des Tals, da Handelsrouten im stark bewaldeten Gebiet nur schwer errichtet werden konnten.

Die ständige Besiedlung des Szalajka Tals begann mit dem 14. Jahrhundert, als sich Menschen in der Ortschaft Wárad niederließen, die heute als Szilvásvárad bekannt ist. Das qualitativ hochwertige Holz diente schon im Mittelalter als städtische Einnahmequelle wodurch sich immer mehr Menschen ansiedelten. Später wurde auch Pottasche aus dem Tal gewonnen, was dem Gebiet letztendlich seinen heutigen Namen gab. Pottasche bedeutet nämlich im Lateinischen "Sal Alcali" und diese Wörter wurden in die Ungarische Sprache übernommen. Bis zum 20. Jahrhundert war das Tal nur regional bekannt, mit dem Bau der Szilvásvárad Schmalspurbahn kamen die ersten Touristen, um mit der Bahn in das Tal zu gelangen. Seit dem 21. Jahrhundert ist das Szalajka Tal hingegen ein rein touristischer Ort geworden, die Forstwirtschaft wird heute nur noch minimal betrieben.

Geographische Lage:

Das Szalajka Tal befindet sich im westlichen Bükk Gebirge, welches wiederum in Nordungarn liegt. Geographisch erstreckt sich das Tal 30 Kilometer westlich von Miskolc und 30 Kilometer nördlich von Eger. Der einzige Zugang zum Tal ist von Szilvásvárad möglich, dieser Ort ist aber von Eger aus sehr leicht über Straßen erreichbar. Vom südlichen Rand der Ortschaft verläuft das Szalajka Tal mehrere Kilometer lang südöstlich in das Herz der Gebirge und kann sowohl mit der Schmalspurbahn als auch Zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreicht und erkundet werden.

Tier- und Pflanzenwelt:

Wie es innerhalb des Bükk Gebirges üblich ist, wird fast das gesamte Szalajka Tal von Buchen und anderen Laubbäumen bedeckt. Dieses natürliche Habitat ist die Heimat zahlreicher Singvögel und kleiner Waldbewohner. Innerhalb der Gewässer wie dem Szalajka Fluss leben seit Jahrtausenden Wildforellen, deren Bestand heutzutage immer weiter wächst und daher Fischer sie als regionale Delikatesse verkaufen. Des Weiteren leben im Wildreservat auch zahlreiche bekannte Großtiere, so wie zum Beispiel Hirsche und Rehe. Seit dem 19. Jahrhundert haben auch Mufflons ihre Heimat im Tal gefunden, wodurch auch diese Tierart in den Wäldern gefunden werden kann. Natürlich gibt es auch zahlreiche Insekten und Kleinreptilien, die in den uralten Wäldern leben.

Sehenswürdigkeiten:

Wegen des regen Tourismus sind im Szalajka Tal inzwischen sowohl natürliche Sehenswürdigkeiten, als auch menschliche Sehenswürdigkeiten zu finden. Der wohl beliebteste Ausflugsort ist sicherlich der Fátyol Wasserfall. Der im Herz des Tals liegende Wasserfall ist insgesamt 17 Meter lang und besteht aus 18 Einzelstufen. Das Wasser stammt aus der Szalajka Quelle, die in kürzester Zeit gefunden werden kann. Sie entspringt in einer Höhle und versorgt den Fluss, welcher durch das gesamte Tal fließt, mit frischem Bergwasser. Neben diesen einzigartigen Strukturen genießen Besucher auch die Wanderpfade, die durch Waldgebiete führen, die teilweise mehrere Jahrtausende alt sind.

Um neben den natürlichen Aspekten auch regionale Informationen vermitteln zu können, gibt es innerhalb des Szalajka Tals zwei Freilichtmuseen, die sich mit dem Tal und der natürlichen Entwicklung beschäftigen. Gäste sehen sich auch sehr gerne das Wildreservat an, aber auch die Forellenteiche, die die Heimat der lebhaften Fische sind. Für Freunde der Eisenbahn ist die Szilvásvárad Schmalspurbahn ein wahres Erlebnis, da die Bahn auf über 3 Kilometern das Tal befährt und an unterschiedlichen sehenswerten Stationen anhält. An ruhigen Tagen kann man auch den Gesang verschiedenster Vögel genießen, die durch zahlreiche Maßnahmen geschützt werden, und daher im Tal ihr Zuhause gewählt haben.

Aktivitäten:

Es gibt insgesamt vier Hauptaktivitäten, die innerhalb des Szalajka Tals genutzt werden können. Die erste und traditionellste Aktivität ist eine Wanderung durch das Tal, wobei einem einerseits über 5 Kilometer an Wegen zur Verfügung stehen und andererseits auch Verbindungen zu anderen Wanderwegen in den Bergen bestehen. Gäste kommen auch gerne mit dem Fahrrad in das Tal, um die Gegend und den Wald auf zwei Rädern zu erkunden. Am Taleingang steht auch ein Abenteuerpark, der von Wanderern, aber auch von Familien mit Kindern gerne besucht wird. Letztendlich ist auch eine Fahrt mit der Schmalspurbahn ein besonderes Erlebnis für Groß und Klein.

Unterkünfte und Restaurants:

Obwohl es in den umliegenden Ortschaften zahlreiche Restaurants und Unterkünfte gibt, gibt es sogar nur wenige Gehminuten vom Szalajka Tal eine Unterkunft, die nur unweit der romantischen Wälder liegt. Die Villa Negra lädt mit einigen Zweibettzimmern zu einer unvergesslichen Übernachtung in der Nähe der Natur ein. Sternenklare Himmel, die Geräusche des Waldes und ein gemütliches Zimmer sind die Markenzeichen der freundlichen Unterkunft. Für alle Besucher ist auch das Restaurant der Unterkunft sehr zu empfehlen, da man hier die köstlichen Forellengerichte bestellen kann. Selbstverständlich gibt es neben Fisch aber auch andere regionale Gerichte, die sehr empfehlenswert sind. Somit kann man sich entweder während einem Ausflug stärken, oder während einer mehrtägigen Wanderung eine Nacht in der Villa Negra verbringen.

Zusammenfassung:

Wer bereits einmal im Szalajka Tal war, wird sich sicherlich fragen, warum es nur zum zweitschönsten Ort des Landes gewählt wurde. Die uralten und romantischen Wälder, dass kristallklare Wasser und die herrliche Waldluft sind nur einige Eigenschaften des inzwischen sehr bekannten Tals. Seit den großen Erneuerungen ab dem Jahr 2010 hat sich dieser sowieso schon sehr schöne Ort in ein noch touristenfreundlicheres Gebiet entwickelt, was die jährlich steigenden Besucherzahlen auch bestätigen. Wer vielleicht keine Zeit hat um eine mehrtägige Wanderung durch das Bükk Gebirge zu machen, aber die Umgebung und die Natur dennoch kennen lernen will, sollte unbedingt das Szalajka Tal mit seinen zahlreichen Sehenswürdigkeiten kennen lernen und die traditionelle ungarische Natur genießen.

Weitere relevante Informationen

Original Ungarischer Name: Szalajka-Völgy

Adresse: Szalajka Út / Szilvásvárad

Geographische Koordinaten: Breitengrad 48.076145 / Längengrad 20.410320 oder 48°04'34.1"N / 20°24'37.1"E

Meereshöhe: 454 Meter

Telefonnummer: +36 3635 5112

E-Mail: szilvasvarad.erd@egererdo.hu

Webseite: http://www.szalajka-volgy.hu/en

Öffnungszeiten: Das Tal ist theoretisch das ganze Jahr über begehbar und kann rund um die Uhr besucht werden, jedoch lohnt es sich eher tagsüber vorbeizukommen

Eintritt: Kein Eintritt

Zugang: Von Szilvásvárad aus kann das Tal sowohl über einen Wanderweg als auch über die Schmalspurbahn erreicht werden, welche am südöstlichen Ende der Ortschaft beginnen

Informationen: Beschilderungen sind auf Ungarisch vorhanden

Karte des Szalajka Tals


Bildquellen und Bildrechte:

(1) Horsee, 2006, Creative Commons 3.0

(2) VT, 2006, Creative Commons 3.0

(3) Birincsik József, 2007, GNU Lizenz

(4) Volker.G , 2008, Creative Commons 3.0

Rechte:

© by www.Urlaub-Ungarn.at (Stand 2015, H)