Das legendäre Budapester Burgviertel

Das Budapester Burgviertel

Restaurants und Cafés laden zu einer kleinen Pause ein
Innerhalb des Burgviertels laden gepflasterte Straßen und barocke Gebäude zu einer kleinen Erkundungstour ein (1)
Die berühmtesten Sehenswürdigkeiten sind der Burgpalast, die Matthiaskirche und die Fischerbastei
In den warmen Monaten finden fast täglich Veranstaltungen statt, die zahlreiche Schaulustige und Kulturfreunde anlocken (2)
Die Größe des Burgpalastes wird erst bei deren Umrundung bewusst
Die königliche Residenz beherbergt verschiedene Museen und präsentiert mehrere architektonische Baustile der vergangenen Jahrhunderte (3)
Das MArkenzeichen der Hauptstadt kann aus allen Himmelsrichtungen betreten werden
Auf dem Budaer Hügel liegend kann das Burgviertel praktisch von jedem Ort der Stadt mt Leichtigkeit erblickt werden, der die umliegenden Häuser überblickt (4)

Einleitung:

Die Anzahl der Budapester Sehenswürdigkeiten ist heutzutage so rasant gewachsen, dass Besucher oftmals gar nicht wissen, in welchem Stadtteil sie eine Entdeckungstour beginnen sollten. Ein sicherlich perfekter Ort, um den ersten Kontakt mit den sehenswerten Orten von Budapest zu machen, ist das Budaer Burgviertel, welches häufig auch nur als das Burgviertel bezeichnet wird. Das erhabene Stadtgebiet auf einem der Budaer Hügel weist nicht nur etliche legendäre Sehenswürdigkeiten auf, sondern vermittelt auch das wohlhabende Stadtbild des ungarischen Mittelalters. Die Budapester sind auf ihr Burgviertel sehr stolz, wodurch jährlich Restaurationsarbeiten durchgeführt werden, um dem Glanz der altehrwürdigen Gebäude aufrecht zu erhalten.

Geschichte:

Der Baubefehl für dieses monumentale Bauprojekt begann im Jahr 1255, als König Béla IV. den schriftlichen Befehl gab, am Westufer der Donau das Budaer Burgviertel zu errichten. Einfallende Plünderer wie die Mongolen machten es notwendig, den königlichen Sitz effektiv verteidigen zu können. Fortan begannen insgesamt zwei wichtige Bauprojekte. Am südöstlichen Ende des Stadthügels wurde die königliche Residenz errichtet, im Norden wurden die ersten Bürgerhäuser errichtet, damit auch die restlichen Einwohner einen besonderen Schutz genießen konnten. Mit der Lage auf einem Hügel und der direkten Angrenzung an das Flussufer, wurde das Burgviertel schon bald dafür bekannt, dass eine Eroberung sich als durchaus schwierig erwies.

Dennoch wurde das Budaer Burgviertel in der Vergangenheit zweimal fast vollkommen zerstört. Während der osmanischen Invasion im 16. und 17. Jahrhundert wurden zahlreiche Gebäude schwer beschädigt und die königliche Residenz war fast gar nicht mehr zu retten. Die zweite, und auch weitaus gravierendere Verwüstung erlitten die historischen Gebäude, als sowjetische Truppen die Stadt 1944 belagerten. Trotz dieser Ereignisse gelang es die Bauwerke wieder zu errichten, und Archäologen fanden unter den Trümmern sogar zahlreiche mittelalterliche Elemente, die den Forschern bis dato unbekannt waren. Nach der Wende im Jahr 1990 begann die vollständige Restauration des Burgviertels, welche etliche Jahre andauerte, aber die damalige Schönheit dieses Ortes wieder zum Vorschein gebracht hat.

Geographische Lage:

Mit der geschichtlichen Bedeutung als ehemaliger Stadtkern, liegt das Budaer Burgviertel heute im Herzen von Budapest. Der Budaer Hügel grenzt im Süden an den Gellért Berg und im Norden an den Széll Kálmán Platz, wo sich zum Beispiel das Mammut Einkaufszentrum befindet. Die Begehbarkeit ist aus allen Himmelsrichtungen möglich, da an mehreren Orten Treppen vorhanden sind. Wer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren möchte, der Betritt das Viertel am besten durch das Wiener Tor im Norden, wer einen herrlichen Ausblick auf die Kettenbrücke genießen möchte, der nutzt die Budapester Standseilbahn im Osten.

Sehenswürdigkeiten:

Die Sehenswürdigkeiten des Budaer Burgviertels können in drei Kategorien aufgeteilt werden. Die erste Kategorie bilden die berühmten Bauwerke des Stadtteils. Der prominenteste Vertreter ist sicherlich der Budaer Burgpalast, der zu den größten Gebäuden Europas zählt. Am Dreifaltigkeitsplatz kann die berühmte Matthiaskirche bestaunt werden, die auch an die Fischerbastei angrenzt. Im Nordwesten lädt das kriegsgeschichtliche Museum zu einem Besuch ein, während im gesamten Burgviertel auch weitere religiöse Gebäude wie die Kirche Maria Magdalena oder die evangelische Kirche zu finden sind. Im Südwesten des Ortes erstreckt sich der riesige Palastgarten, der nicht nur schöne Gartenelemente aufweist, sondern auch häufig für Veranstaltungen verwendet wird.

Die zweite Gruppe an Sehenswürdigkeiten bilden die zahlreichen Museen des Budaer Burgviertels. Zu den klassischen Ausstellungen gehören zum Beispiel das Geschichtsmuseum von Budapest, die nationale Galerie und die Széchenyi Bibliothek, die alle im geräumigen Palast untergebracht sind. Auch das Telefonmuseum und das Apothekenmuseum "Goldener Adler" sind ausgezeichnete Orte der Wissensvermittlung. Wegen des Jahrhundertealten Höhlensystems unter den Straßen gibt es diesbezüglich gleich zwei unterirdische Museen. Das Budaer Labyrinth stellt Teile des riesigen Komplexes vor, während das Felsenkrankenhaus mit ihrer Geschichte über jenes spezielle Krankenhaus berichtet, dass zunächst als Sammelstelle für Verwundete im 2. Weltkrieg diente, und später in einen funktionsfähigen Atombunker umgewandelt wurde.

Die dritte Kategorie an Sehenswürdigkeiten im Budaer Burgviertel bieten jene Gebäude und Straßen, die nicht unbedingt als Sehenswürdigkeiten auf Touristenkarten markiert sind. Es ist sehr zu empfehlen sich die Plätze und Straßen jenseits der Hauptroute anzusehen, da sich hier mehrere interessante Elemente verstecken. In den Seitengassen kann zum Beispiel die barocke Architektur der Bürgerhäuser genossen werden, während der Spazierweg entlang der Burgmauer einen herrlichen Ausblick in die Umgebung ermöglicht. Die Wege sind mit Bäumen und traditionellen Zunftschildern geschmückt, weshalb Gäste, die genügend Zeit haben, auch diese Wege erkunden sollten, um einen Anblick abseits der primären Sehenswürdigkeiten zu erhalten.

Freizeitaktivitäten:

Im Mittelalter bot das Budaer Burgviertel zahlreiche Freizeitaktivitäten, um die reichen Bürger zu unterhalten, und heute hat sich nur die Tatsache geändert, dass diese Angebote den Besuchern des Viertels gelten. Für das leibliche Wohl ist zum Beispiel mit einigen Restaurants gesorgt, die natürlich erhabene Speisen servieren. Gleichzeitig gibt es auch kleine Cafés und Konditoreien, bei denen etwas Süßes gekauft werden kann oder einfach eine Tasse Kaffee genossen werden kann. Eine besondere Empfehlung erhält das Café bei der Fischerbastei, bei dem eine einzigartige Aussicht genossen werden kann. Auch für Weinfreunde stehen ein paar Weinkeller zur Verfügung, die teilweise seit dem Mittelalter betrieben werden.

Selbstverständlich stehen innerhalb des Burgviertels auch traditionelle Freizeitaktivitäten zur Verfügung. Zum Beispiel laden an mehreren Orten Fiaker zu einer kleinen Kutschenfahrt ein, um sich die Gegend anzusehen. An mehreren Orten gibt es Souvenirshops und kleine Stände, die selbstgemachte Produkte anbieten. In den Sommermonaten werden fast täglich Veranstaltungen abgehalten, die meistens bei der Fischerbastei oder beim Palastgarten zu finden sind. Neben Schauspielern und Händlern nutzen auch Musiker die Möglichkeiten, um ihre Künste zu präsentieren. Das Burgviertel eignet sich daher auch für eine kleine Shoppingtour, während man hier und da kurz anhält, um sich Vorführungen anzusehen.

Zusammenfassung:

Sobald das Budaer Burgviertel einmal im Leben besucht wurde, wird ersichtlich, warum es heute Teil des UNESCO Weltkulturerbes ist. Über die Jahre versuchten verschiedene Mächte den königlichen Sitz und die Bürgerhäuser zu zerstören, was ihnen auf Dauer nie gelang. Wegen den zahlreichen Restaurationen erstrahlen die Straßen und Sehenswürdigkeiten in ihrem damaligen Glanz und es gibt praktisch keinen Budapester Touristen, der eine Stadttour nicht hier beginnt. Sei es der Ausblick von der Fischerbastei oder die Faszination in den unterirdischen Museen, hier gibt es für jeden Gast den richtigen Ort. Viele Besucher haben schon gesagt, dass es zwar in Europa zahlreiche Burgviertel gäbe, jenes von Budapest sich aber durch dessen Einzigartigkeit abgrenzt. Zweifelsohne ist das Budaer Burgviertel einer der schönsten Stadtteile, wenn nicht sogar der schönste und genau hier bei den Plätzen, in den Gassen und innerhalb der Gebäude erwacht die ungarische Geschichte zum leben.

Weitere relevante Informationen

Original Ungarischer Name: Budai Várnegyed

Adresse: Szentháromság Tér / 1014 Budapest

Geographische Koordinaten: Breitengrad 47.501693 / Längengrad 19.033616 oder 47°30'06.1"N / 19°02'01.0"E

Meereshöhe: 168 Meter

Telefonnummer: Derzeit keine verfügbar

E-Mail: Derzeit keine verfügbar

Webseite: http://www.budapest.com/stadtfuhrer/sehenswurdigkeiten/kunstdenkmal/burgviertel.de.html

Öffnungszeiten: Das Burgviertel kann zu jeder Jahreszeit und zu jeder Uhrzeit betreten werden

Eintritt: Kein Eintritt

Zugang: Der Aufstieg auf den Hügel ist entweder mit dem städtischen Busnetz oder mit der Standseilbahn möglich, für Fußgänger stehen Treppen im Osten, Süden und Norden des Viertels zur Verfügung

Informationen: Beschilderungen sind auf Ungarisch und Englisch vorhanden, Führungen können in mehreren Sprachen organisiert werden

Karte des Budapester Burgviertels


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