Die berühmte Budapester Freiheitsstatue

Die Freiheitsstatue Budapests (Szabadságszobor)

Die Statue wurde ursprünglich von den Sowjets erbaut, um an die "Befreiung" Budapests zu erinnern
Mit ihrer Position auf der Spitze des Gellért Berges ist die Freiheitsstatue von Budapest ein Wahrzeichen der Stadt (1)
Nach der Horthy Legende hielt die Statue ein Steuerrad in ihren Händen
Mit einer Gesamthöhe von 40 Metern ist das Monument äußerst imposant, wenn man sich genau davor stellt wird die tatsächliche Größe ersichtlich (2)
Die Statuen von schwer bewaffneten russischen Soldaten wurden 1992 zum Statuenpark gebracht
Zwei kleinere Statuen stehen ebenfalls bei der Freiheitsstatue, andere Statuen wurden nach der Wende entfernt (3)
In einem 180° Winkel können zum Beispiel die Kettenbrücke und das Burgviertel betrachtet werden
Die Aussicht von der Panoramaebene bietet einen wunderschönen Ausblick auf viele Teile der Stadt (4)

Einleitung:

Die westliche Seite von Budapest wird maßgeblich von zahlreichen natürlichen Hügeln und Kleinbergen geprägt. Einer der berühmtesten Berge ist der Gellért Berg, der nicht nur eine außerordentliche Naturlandschaft aufweist, sondern auch einige Budapester Sehenswürdigkeiten. Auf der Spitze des Berges thront ein Monument, dass schon lange ein Wahrzeichen von Budapest ist und gleichzeitig ein Mahnmal der Geschichte darstellt. Die Freiheitsstatue von Budapest war lange Zeit ein Symbol der Unterdrückung, heute steht sie für Freiheit und Unabhängigkeit. Egal ob man sich im Budaer Burgviertel befindet, oder auf der Kettenbrücke, die Freiheitsstatue ist von diversen Orten der Stadt zu sehen und tausende Touristen besuchen jährlich diesen besonderen Ort.

Geschichte:

Noch bevor der Zweite Weltkrieg zu Ende war ordnete der sowjetische Befehlshaber Kliment Vorosilov den Bau einer Statue an, die die "Befreiung" Budapests durch sowjetische Truppen symbolisieren sollte. Die Pläne für die Budapester Freiheitsstatue wurden 1945 erstellt und schon bald sollte der Bau beginnen, wobei Vorosilov mehrmals die Dimensionen der Statue nach oben korrigieren ließ. Nachdem der Ort für den Bau mit dem Gellért Berg fest stand wurden die Statue und die dazugehörige Empore im Jahr 1947 fertiggestellt. Die Statue stammte von Zsigmond Kisfaludi, der eine ungarische Krankenschwester als Motiv nahm.

Zusätzlich zur Budapester Freiheitsstatue wurden auch weitere Statuen platziert, von denen heute nur noch ein Teil vorhanden ist. Zum größten Teil handelte es sich um schwer bewaffnete sowjetische Soldaten, die den Bürgern vermitteln sollten, dass ihre Freiheit nie wieder zurückkehren würde. Um die Verhöhnung des ungarischen Volkes zu verstärken, wurde an der Empore der Freiheitsstatue eine Gedenktafel mit der Aufschrift "Zum Gedenken an die sowjetischen Helden - Das ungarische Volk" angebracht. Als die ungarische Revolution im Jahr 1956 ausbrach, stürmten etliche Ungarn das verhasste Symbol und zerstörten unter anderem die Statuen der sowjetischen Soldaten, die nach der Revolution aber wieder angebracht wurden.

Nach der politischen Wende im Jahr 1990 war man sich nicht sicher, was mit der Freiheitsstatue geschehen sollte. Viele Bürger forderten den sofortigen Abriss, andere wiederum wollten jegliche Veränderungen stoppen. Es wurde letztendlich eine Kompromisslösung gefunden, die beide Parteien zufriedenstellte. Die Statuen der Soldaten wurden entfernt und die alte Gedenktafel wurde durch eine neue ersetzt, deren Inschrift "Zum Gedenken an alle Menschen, die ihr Leben für ein unabhängiges, freies und glückliches Ungarn ließen" lautet. Über die Jahre entwickelte sich die Statue zu einem beliebten touristischen Ort und so gilt sie heute als Symbol der ungarischen Freiheit und Unabhängigkeit.

Geographische Lage:

Die Platzierung der Freiheitsstatue wurde bewusst so gewählt, dass sie von vielen Seiten der Stadt aus gesehen werden kann. Sie befindet sich im Osten des Gellért Berges, gleich hinter der Statue beginnt die Budapester Zitadelle. Sie liegt zwischen der Elisabethbrücke und der Freiheitsbrücke und kann aus der Ferne besonders gut vom östlichen Ufer der Donau betrachtet werden. Von den vielen Wegen innerhalb der Parkanlage vom Berg führen mehrere zur Statue, wodurch sie zu Fuß leicht erreichbar ist. Bei der Zitadelle stehen zusätzlich mehrere Parkplätze zu Verfügung und auch die Budapester Busse befahren die Zitadelle, wodurch der Ort mit mehreren Verkehrsmitteln erreicht werden kann.

Teile der Statue:

Der wichtigste, und zugleich auch berühmteste, Teil der Sehenswürdigkeit ist die Budapester Freiheitsstatue selbst. Die Empore für die Statue bildet das Fundament und besteht aus Steinquadern, die insgesamt 26 Meter der Gesamthöhe ausmachen. Auf der Spitze der Empore steht die Statue einer Frau, die einen Palmzweig in ihren Händen hält und diesen in die Höhe streckt. Mit einer Statuengröße von 14 Meter besitzt das Objekt eine Gesamthöhe von beachtlichen 40 Metern. Die Statue blickt Richtung Osten und auf dieser Seite der Empore ist auch die Gedenktafel angebracht. Manchmal sind am Fuß der Statue Blumensträuße und Kränze zu finden.

Neben der Freiheitsstatue stehen auch zwei weitere Kunstwerke, die nicht abgerissen wurden. Auf der nördlichen Seite steht die Abbildung eines Drachentöters, der gerade mit einem Drachen ringt. Die mystische Kreatur symbolisiert den Faschismus und aus diesem Grund wurde die Statue belassen. Auf der gegenüberliegenden Seite ist ein Läufer zu sehen, der die Fackel der Freiheit mit sich trägt. Auch diese Statue wurde belassen, da die Freiheit universell interpretiert werden kann. Von den sowjetischen Soldaten ist am Platz nichts mehr zu sehen, einige sind aber noch im Statuenpark ausgestellt. Diese Konstellation der Freiheitsstatue wird von einer Aussichtsplattform umgeben, von welcher aus man eine herrliche Aussicht auf die Hauptstadt genießen kann.

Horthy Legende:

Bis heute gibt es unter den Budapester Bürgern die Horthy Legende rund um die Freiheitsstatue von Budapest. Nach dieser Legende wurde die Statue nicht von den Russen, sondern von den Ungarn selbst errichtet. Die Frau war dieselbe, doch statt dem Palmzweig hielt sie das Lenkrad eines Flugzeuges in den Händen. Dieses Objekt sollte an den Sohn des ungarischen Regenten Miklós Horthy erinnern, der während dem 2. Weltkrieg bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam. Beweise oder Photographien gibt es keine, daher bleibt diese Erzählung eine Legende, jedoch zeigt sie, wie groß der Hass gegen das damals sowjetische Denkmal war.

Aussicht:

Die Plattform, welche sich direkt vor der Freiheitsstatue befindet, ist halbkreisförmig angeordnet und ermöglicht eine einzigartige Aussicht auf Budapest. Im Norden ist der Budaer Burgpalast zu sehen, sowie einige der Budapester Brücken. Etwas nordwestlich erheben sich die Budaer Hügel, die von alten Wäldern bedeckt werden. In Richtung Osten können Besucher unter anderem Teile der Budapester Markthalle und zahlreiche historische Gebäude sehen. In Richtung Süden sind weitere Brücken der Stadt zu sehen, sowie der Verlauf der Donau, die in Richtung Süden fließt. Am Abend wird eine atemberaubende Aussicht ermöglicht, da viele Sehenswürdigkeiten und Gebäude beleuchtet sind.

Zusammenfassung:

Neben dem Burgviertel ist die Budapester Freiheitsstatue einer der beliebtesten Orte für städtische Gäste. Die Aussicht und die imposante Statuen erzeugen ein besonderes Ambiente, welches während einem Besuch in Budapest unbedingt erlebt werden sollte. Lange Zeit galt die Statue als Zeichen der Unterdrückung und des Terrors, doch diese Zeiten sind glücklicherweise vorbei. Die neue Statuenkonstellation und die neue Gedenktafel machen aus der Sehenswürdigkeit eine tatsächliche Freiheitsstatue, die nicht nur so heißt, sondern auch dies verkörpert. Inzwischen wurde sie eine Zeit lang auch auf der 10 Forint Münze abgebildet, und eine Miniaturversion der Statue wurde sogar von einem ungarischen Astronauten in das Weltall mitgenommen. Sowohl tagsüber, als auch in der Nacht ist das Monument zu sehen, den schönsten Anblick kann man wahrscheinlich aber bei Sonnenuntergang erleben, wenn die Sonne langsam hinter der Statue verschwindet und die letzten Strahlen an der erhabenen Empore vorbeischeinen.

Weitere relevante Informationen

Original Ungarischer Name: Szabadságszobor

Adresse: Ostspitze des Gellért Berges / 1118 Budapest

Geographische Koordinaten: Breitengrad 47.486737 / Längengrad 19.048041 oder 47°29'12.2"N / 19°02'53.0"E

Meereshöhe: 184 Meter

Telefonnummer: Derzeit keine verfügbar

E-Mail: Derzeit keine verfügbar

Webseite: Derzeit keine verfügbar

Öffnungszeiten: Die Freiheitsstatue kann jederzeit besucht werden

Eintritt: Kein Eintritt

Zugang: Die Freiheitsstatue bildet die Spitze des Gellértberges und kann sowohl zu Fuß als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden. Bei der Zitadelle stehen auch kostenpflichtige Parkplätze zur Verfügung

Informationen: Beschilderungen stehen in Ungarisch zur Verfügung

Karte der Budapester Freiheitsstatue


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