Die wunderschöne Budapester Margareteninsel

Die Margareteninsel

Die Budapester Sehenswürdigkeiten sind so zahlreich, dass es nicht einmal in einer Woche möglich ist, sich die wichtigsten und bekanntesten anzusehen. Bei solch einer Vielzahl an Monumenten und Gebäuden ist eine kleine Pause zwischendurch wohltuend. Eine Sehenswürdigkeit der Stadt ermöglicht gleichzeitig Sightseeing und Erholung und diese ist die berühmte Margareteninsel. Die idyllische Insel im Herzen der Stadt ist nicht nur für die Budapester ein Ort der Entspannung und Erholung, sondern auch für viele Touristen. Angenehme Spaziergänge, Freizeitaktivitäten und verschiedene Sehenswürdigkeiten auf der Insel selbst sind nur wenige Aspekte der berühmten Insel.

Die Margareteninsel heißt im Ungarischen Margitsziget und ist die bekannteste Donauinsel. Sie ist im Stadtzentrum von Budapest zu finden, erreichbar ist sie von der Margaretenbrücke oder der Árpádbrücke im Norden. Die Margareteninsel hat eine beachtliche Länge von über 2,5 Kilometer und eine Fläche von fast einem Quadratkilometer. Die riesigen Parkanlagen und Wege sind nicht nur für einheimische Budapester, sondern inzwischen auch für Touristen ein Ort der Erholung. Man muss darauf achten, dass auf der Insel nur Taxis, Busse und spezielle Fahrräder erlaubt sind, die wie Rikschas aussehen.

Die Margareteninsel hieß eigentlich Haseninsel und wurde erst später umbenannt. Zu der damaligen Zeit gehörte die Insel fast vollständig einem Dominikanerinnenkloster. König Béla IV. versprach, dass er seine Tochter Margarete in jenes Kloster schicken würde, wenn er die Tartaren besiegen könnte. So geschah es auch und die Insel bekam ihren heutigen Namen. Die Überreste der damaligen Siedlungen und des Klosters kann man heute problemlos erkunden und bestaunen.

Ende des 18. Jahrhunderts wurden viele Thermalquellen erschlossen und so begann man, die Insel in einen Kurort umzubauen. Noch heute findet man auf der Margareteninsel einige Wellness Hotels und ein großes Thermal- und Freibad. In den 1980ern sorgten Tramper aus der DDR für Aufregung. Sie nutzten die Margareteninsel als Zeltplatz und blieben immer in großen Gruppen dort. Die Polizei duldete dies nicht und vertrieb die Männer und Frauen.

Der mit Abstand markanteste Punkt der Margareteninsel ist das Zentenariumsdenkmal im Süden der Insel. Es soll an die Vereinigung Budapests erinnern. Die Mitte der Insel ist mit englischen Gärten errichtet. Die Symmetrie und die vielen alten Bäume sind ein wunderbarer Anblick. Im Osten befinden sich die Überreste des Dominikanerinnenkloster, die man ansehen, aber auch betreten kann. Etwas nördlich entdeckt man einen großen Rosengarten, der mehr als 2500 Rosenarten präsentiert. Zwischen den einzelnen Stationen des Parkes gibt es kleine Snackstände die zum Beispiel Lángos verkaufen.

Wenn man den Weg rechts von Süden nach Norden auf der Margareteninsel weiter entlang geht, kommt man an einem kleinen Tierpark vorbei. Anschließend beginnt die Künstlerpromenade mit Büsten von bedeutenden Künstlern, Schriftstellern und Architekten. Im Westen befindet sich ein japanischer Garten und das Palatinus-Strandbad. Anschließend ragt am nördlichen Ende der Insel das Danubius Grand Hotel Margitsziget empor.

An den Ufern der Margareteninsel gibt es auch kleine Strände, bei welchen die Budapester ab und zu ein kleines Bad in der Donau nehmen. Rund um die Ufer gibt es ein einladendes Fußgänger- und Radnetz, welche einen Rundgang außerhalb der Parks ermöglicht. Von hier aus hat man eine schöne Aussicht auf die umliegenden Gebäude und Straßen. Wenn man Zeit und Lust hat, kann man sich ein spezielles Fahrrad für mehrere Personen mieten und die Insel mobil erkunden. Auch das Palatinus Bad ist sehr empfehlenswert, wenn man das erfrischende Thermalwasser erleben möchte.

Wir empfehlen einen Rundgang der Margareteninsel, beginnend am südlichen Eingang. Von dort aus nimmt man den östlichen Weg, folgt diesem bis zum Grand Hotel und geht dann in der Mitte des Parkes wieder zurück. Man kann sich auch eines der besonderen Fahrräder ausleihen und die Margareteninsel mit dem Rad erkunden. Die Insel ist seit langem nicht nur ein Erholungsort für die Budapester, sondern auch eine beliebte Sehenswürdigkeit unter Touristen, die Natur und Ruhe vermittelt.

Karte der Budapester Margareteninsel