Ungarns Wirtschaft
Auch wenn man versucht objektiv zu bleiben kann man nur sagen, dass der Kommunismus Ungarn wirtschaftlich keinesweg geholfen hat, vergleichsweise zu den westlichen Ländern wurde die Wirtschaft sogar regelrecht zerstört. Mit dem Ende dieser Ära und besonders nach dem Eintritt in die EU hat sich in der Wirtschaft Ungarns einiges getan.
Um einen guten Einblick in die ungarische Wirtschaft zu erhalten ist es immer ratsam mit ein paar statistischen Werten zu beginnen. Das Bruttoinlandsprodukt beträgt rund 20.400 Milliarden Forint was zu rund 8.000 Euro pro Kopf führt. Das Wirtschaftswachstum hatte 2004 einen großen Schub bekommen, welcher aber bis 2007 wieder erloschen ist. Der Export ist neben dem Tourismus die wichtigste Einnahmequelle. Die Quote beträgt 65% womit Ungarn ein sehr offenes Land ist, was den Export betrifft. Die Ausfuhrgüter gehen in folgender Verteilung an andere Länder:
- Deutschland : 30%
- Österreich: 8%
- Italien, Frankreich, England: Jeweils 6%
Hauptgüter sind Erzeugnisse aus dem Maschinenbau und der Fahrzeugindustrie. Größere Industriezonen sind der äußere Raum von Budapest und die Grenzgebiete zu Österreich. Das größte ungarische Unternehmen ist der Mineralölkonzern MOL, danach folgt die Audi Hungary Kft. Wie bereits erwähnt ist der Tourismus für Ungarn ebenfalls sehr wichtig. Sehr beliebte Ziele sind der Balaton, die Puszta und natürlich Budapest.
Hier sind nun die wichtigsten wirtschaftlichen Daten über Ungarn:
- Bruttoinlandsprodukt: ca 81 Milliarden Euro
- Bruttoinlandsprodukt pro Kopf: ca 8.000 Euro
- Wirtschaftswachstum: 1,4%
- Arbeitslosenquote: 7%
- Staatsausgaben: Militär (1,7%) Gesundheit (2,7%) Bildung (5,2%) Renten (4,6%)
- Beschäftigungsverteilung: Land/Forstwirtschaft (5,3%) Industrie (32,8%) Dienstleistungen (61,9%)
Nach der Finanzkrise Ende 2008 ist Ungarn zurzeit in einer finanziellen Krise. Das Land musste um Rettungspakete bitten, welche gewährt und gegeben wurden. Nun geht es darum den Wirtschaftssektor wieder zu stabilisieren und das Wirtschaftswachstum anzukurbeln.
Mitte 2010 gelang es der ungarischen Wirtschaft, dass wirtschaftliche Tief zu verlassen. Experten sind zwar noch der Meinung, dass man weiterhin einen Sparkurs einrichten sollte, aber die Zahl der Arbeitslosen ist bereits gesunken. Zusätzlich ist mit dem Forint nur indirekt vom Eurokurs abhängig und muss deshalb nicht um die Konkurrenz des Dollars bangen. Das bedeutet, dass in den nächsten Monaten wieder viele Geschäfte und Lokalitäten öffnen werden und damit auch der Tourismus in Ungarn angekurbelt werden kann.
Allgemein bedeutet die wirtschaftliche Lage Ungarns für Gäste das zum Beispiel die Preise für ungarische Immobilien sehr niedrig sind. Doch schon bald werden die Preise steigen und damit auch eventuelle Mieten. Andererseits bedeutet der wirtschaftliche Umschwung auch das viele Hotels und ungarische Restaurants in beliebten Reisezielen wie Budapest oder Siófok mit interessanten Angeboten werben. Dazu gehören meist komplette Urlaube in Ungarn mit verschiedenen Programmen und Angeboten. Ganz besonders in Trend sind auch Familienurlaube, bei welchen sich die Familie nicht teilen muss, sondern gemeinsam einen wunderschönen Urlaub verbringen kann. Damit ladet auch die ungarische Wirtschaft zu einem Urlaub in Ungarn ein.

Comments
Noch keine Kommentare
Danke das Sie diesen Artikel gelesen haben - hinterlassen Sie ein Kommentar.