Informationen zum Schifahren im ungarischen Gebirge

Ein wunderschönes Schierlebnis in Ungarn

Schifahren in Ungarn ist zugegeben eine Wortkombination, die besonders für Schifahrer in anderen Ländern nicht sehr geläufig ist. Schon die ungarische Geographie mit den weiten Ebenen wie die Puszta oder die Region rund um den Balaton haben nicht sehr hohe Berge. Der höchste Berg in Ungarn ist der Kékes mit einer Höhe von etwas über 1000 Metern. Dennoch gibt es in Ungarn über 30 Schigebiete und es gibt zwei wichtige Gründe, warum das Schifahren in Ungarn ganz besonders für bestimmte Gäste aus dem Ausland vielleicht sogar noch ein größeres Erlebnis ist, als ein Schitag in den Alpen.

Schifahren in Ungarn war seit der Erfindung des Schifahrens vor rund 200 Jahren immer eine Aktivität für die Einheimischen. Während in Österreich und in der Schweiz die ersten Pisten und Lifte gebaut wurden, wollten die Ungarn nicht so weit reisen um Schifahren zu können. Daher wurde Schifahren in Ungarn eine solch beliebte Aktivität, dass nur Fußball noch beliebter im Land war. Für die einzelnen Schigebiete kristallisierte sich schnell heraus, dass man den Ungarn, aber auch ausländischen Touristen mehr als nur die Piste bieten musste, um viele Gäste anlocken zu können. Deshalb entschied man sich auch Hotels und sogar Anlagen mit Wellnesszentren zu errichten, damit die Gäste nach einem Schitag in die Sauna konnten oder sich in einem gemütlichen Bad entspannen. Diese Kombination, die es in anderen Schiländern eher selten gibt, machte die ungarischen Schipisten immer beliebter.

Die Beschaffenheiten der ungarischen Schipisten sind natürlich anders als in der Region des Großglockners. Aufgrund des ungarischen Klimas ist es sinnlos die Pisten mit Schneekanonen weiß zu halten, da der Schnee bei diesen niedrigen Bergen trotzdem sehr schnell schmilzt. Daher ist man beim Schifahren in Ungarn darauf angewiesen, dass natürlicher Schnee fällt und dieser auch bleibt. Der Schnee ist dadurch auch weicher, was ganz besonders für Schianfänger ein Pluspunkt ist. Die Schipisten selbst haben aber eine wunderbare Umgebung, da sie meist mitten durch Wälder verlaufen und somit ein bezauberndes Ambiente kreieren.

Wie bereits erwähnt gibt es beim Schifahren in Ungarn zwei Gründe, warum ganz besonders Schianfänger mit den ungarischen Schipisten mehr anfangen können, als in anderen Ländern. Die Pisten haben meist lange, aber nicht sehr steile Strecken. Auch die Gesamthöhen der Strecken haben meist eine Höhendifferenz von maximal 200 Metern, was ein rasches zurückkehren zur Talstation ermöglicht. Anfänger können hier ganz gemütlich Schifahren lernen. In Ländern wie Österreich muss man sehr vorsichtig sein, dass man nicht von den Profis geschnitten wird, was die Nervosität noch weiter steigert und den Spaß reduziert. In Ungarn muss man sich weder um Menschenmassen, noch um zu steile Pisten sorgen machen. Wenn man Schianfänger ist und ohne Stress und Belastung die ersten Abfahrten probieren möchte, dann ist Schifahren in Ungarn die perfekte Alternative.

Der zweite Grund ist der vielfältige Service der Schipisten. In anderen Ländern hat man auf den Pisten vielleicht ein kleines Restaurant oder kleine Stände mit warmen Getränken. Aufgrund der flachen Berge in Ungarn haben Unternehmer neben den Pisten Hotels, Wellnesszentren und Einrichtungen für die Unterhaltung geschaffen. Somit ist es kein Problem nach dem ersten Schitag sofort noch neben der Piste in das warme Zimmer zurückzukehren und ein gutes ungarisches Gericht im Restaurant zu genießen oder in der Wellnessabteilung eine Massage für die Entspannung zu nutzen. Somit kombiniert das Schifahren in Ungarn Fahrspaß für Anfänger und eine große Auswahl an Service direkt bei den Pisten.

Um einige Beispiele der ungarischen Schipisten zu nennen, gibt es zunächst natürlich den Kékes. Dieser Berg befindet sich ein paar Kilometer östlich von Budapest und bietet insgesamt 3 Kilometer an Pisten an. Es gibt hier sowohl blaue, als auch rote und schwarze Pisten. Die Nordica Skiarena in Eplény bietet sogar fast 5 Kilometer an Pisten, wobei ebenfalls alle drei Schwierigkeitsstufen vorhanden sind. Als drittes Beispiel gibt es noch den Magashegy mit einer Pistenlänge von 1,9 Kilometern. Besonders die anderen, etwas kleineren Schigebiete in Ungarn sind für Anfänger sehr gut geeignet, da man hier sicher nicht von Rasern gestört wird.

Schifahren in Ungarn ist also die beste Wahl, wenn man von den überfüllten Schigebieten wegkommen möchte um Schifahren zu lernen. Zusätzlich gibt es wegen den vielen Serviceangeboten auch einige ungarische Hotels, die Schifahren in der Region als Programm anbieten, und man auch gleich die Schi ausleihen kann. Nicht zu vergessen sind auch die Preise beim Schifahren in Ungarn unschlagbar. Eine Ganztageskarte in der Skiarena kostet zum Beispiel 5900 Forint (rund 27 Euro). Deshalb sollte man sich bei den vielen Winterangeboten für Ungarn auch nicht die Schimöglichkeiten außer acht lassen. Ruhige Pisten, gute Preise und ein umfassender Service sind die Vorteile des Schifahrens in Ungarn. Wir wünschen für alle Schianfänger viel Erfolg und für alle anderen Schifahrer einen erlebnisreichen Tag auf den ungarischen Schipisten.