Das interessante Tropicarium Budapest

Das außergewöhnliche Tropicarium in Budapest

Schon bei der Eröffnung im Mai 2000 ließen sich zahlreiche Besucher von den exotischen Tieren faszinieren
Die architektonischen Eigenschaften und die innovative Innendekoration verwandeln die Räume im Einkaufszentrum in einen beliebten städtischen Zoo (1)
Programme wie Fütterungen und Führungen ergänzen den Besuch
Über 200 Tierarten leben in den vier Sektionen, von heimischen Fischen über Alligatoren bis hin zu Haien sind etliche Tiere vertreten (2)
Das Haifischbecken fasst ein Volumen von 1,4 Millionen liter
Mit einer Gesamtfläche von 3000 Quadratmetern und dem Haifischbecken ist das Ozeanium das größte in Ungarn und Mitteleuropa (3)
Mehrere Hinweisschilder und interaktive Elemente fördern das Wissen über die hier lebenden Tierarten
Die an die Bedürfnisse angepassten Lebensräume sind nich nur für die Tiere täuschend echt (4)

Einleitung:

Tiergärten und Zoos stellen für viele Besucher Ungarns eine spannende Attraktion dar, bei der nicht nur die heimische Tierwelt entdeckt werden kann, sondern auch exotische Spezies aus aller Welt kennen gelernt werden können. In der ungarischen Hauptstadt Budapest stehen gleich mehrere Zoos zur Verfügung, so wie zum Beispiel der Budapester Zoo oder der Tiergarten auf der Margareteninsel. Etwas südwestlich des Stadtzentrums eröffnet sich Besuchern eine außergewöhnliche Tierwelt, die im Tropicarium Budapest bestaunt werden kann. Hier befindet sich nämlich Ungarns größtes Ozeanium, das nicht nur verschiedenste Meeresbewohner präsentiert, sondern auch Tiere des Dschungels und der Wüste. Das Haifischbecken, welches durch einen Glastunnel begangen werden kann, ist das größte Aquarium Ungarns und Mitteleuropas, wodurch dieser Ort jährlich von tausenden Menschen besucht wird.

Geschichte:

Die Entstehung des Tropicarium Budapest geht auf den ungarischen Geschäftsmann Károly Farkasdi zurück, der im Jahr 1999 in ein gewagtes Unterfangen investierte. Einerseits wollte er das erste Großaquarium Ungarns eröffnen, das es im Binnenland noch nie gegeben hat. Andererseits sollte das Gebäude des Ozeaniums nicht auf einem eigenem Gelände liegen, sondern sich in einem Einkaufszentrum befinden. Als die Tore vom Tropicarium im Jahr 2000 eröffnet wurden, strömten die Besucher zu der 3000 Quadratmeter großen Attraktion. Die Vermutung, dass die Präsentation von Meerestieren in einem Land ohne Meeresanschluss eine Sensation werden würde, bestätigte sich und seit der Eröffnung kamen bereits über 10 Millionen Gäste, um sich die exotische Tierwelt anzusehen.

Sektionen des Zoos:

Das Tropicarium Budapest wurde in vier verschiedene Sektionen unterteilt, um den Gästen eine möglichst große Vielfalt bieten zu können. Gleich zu Beginn betritt man die Sektion der heimischen Fische. In mehreren Wassertanks schwimmen jene Fischarten, die in den ungarischen Seen und den ungarischen Flüssen Zuhause sind. Die Informationsschilder erklären in mehreren Sprachen wo die Arten leben und welche Merkmale sie aufweisen.

Danach wird im Tropicarium Budapest der Dschungelbereich betreten. Während einige Tiere in Terrarien leben, fliegen mehrere Vogelarten über den Köpfen der Besucher hinweg und erzeugen so ein natürliches Ambiente. Der hintere Bereich wurde in eine Amazonaslandschaft umgewandelt, in der man über Brücken zu den einzelnen Tieren gelangen kann. In der vorletzten Sektion haben sich die Betreiber auf Kleintiere der Wüste und des Urwaldes konzentriert, die ihren Lebensraum an den unterschiedlichsten Orten haben. Letztendlich erwarten die Aquarien der Ozeaniumsektion die Gäste, in denen Meereslebewesen aus aller Welt leben. Neben klassischen Aquarien beeindrucken auch das imposante Haifischbecken sowie das für Groß und Klein geeignete Streichelbecken für Rochen.

Tier- und Pflanzenwelt:

Bei den verschiedenen Spezies im Tropicarium Budapest wurde von Anfang an darauf geachtet, dass der Lebensraum den Bedürfnissen der Tiere entspricht. Während die heimischen Fische in großen Innen- und Außentanks schwimmen können, dürfen sich die exotischen Vögel sogar fast vollständig frei bewegen. Im Dschungelbereich können in den Terrarien Schlangen, Echsen und Frösche beobachtet werden, im Amazonasbecken sonnen sich Alligatoren, bis sie ihre nächste Mahlzeit bekommen. Mit den gut durchdachten Bambusbrücken können die Tiere von mehreren Winkeln aus beobachtet werden und manchmal schwimmen die Alligatoren auch direkt unter der Brücke durch. Trotz der hohen Sicherheitsvorkehrungen entsteht das Gefühl, als wären die Tiere in greifbarer Nähe.

Der größte Stolz des Tropicarium Budapest ist aber das Ozeanium mit dem Haifischbecken. In einem Volumen von 1,4 Millionen Liter Wasser schwimmen drei majestätische Haiarten durch ihr Revier und zeigen, dass sie an diesem Ort an der Spitze der Nahrungskette stehen. Arten wie der Sandbankhai oder der Sandtigerhai teilen sich das Becken mit Rochen und anderen Meerestieren. In den anderen Becken werden weitere Arten wie Seeigel, verschiedenste Salzwasserfische, Aale und Krabben vorgestellt. Die einzelnen Beschreibungen erklären den Gästen, wo die Arten normalerweise leben und wie giftig sie zum Beispiel sind. Mit den mehrsprachigen Hinweisen wird dabei auch das Informationsangebot für ausländische Touristen stark erweitert.

Interaktivität des Zoos:

Wie es für einen modernen Zoo üblich, stehen im Tropicarium Budapest mehrere Möglichkeiten der Interaktion zur Verfügung, die nicht nur für Kinder gedacht sind. Im Alligatorgehege können zum Beispiel die Süßwasserfische gefüttert werden, die dann in Richtung der Nahrung schwimmen. Im Ozeanium wird mit Schaltern herausgefunden wie sich zum Beispiel ein Stich eines Rochens anfühlt oder wie viel Spannung ein elektrischer Aal in Wirklichkeit produziert. Es stehen auch mehrere Landkarten zur Verfügung, bei denen erraten werden muss, welcher Lebensraum der wahrscheinlichste für eine bestimmte Tierart ist. Sehr beliebt ist ebenfalls das Streichelbecken der Rochen, bei denen der Rücken der plantschenden Tiere angefasst werden darf.

Führungen und Aktivitäten:

Die Lage in einem Einkaufszentrum hat dafür gesorgt, dass das Tropicarium Budapest Programme für die unterschiedlichsten Besucher zusammengestellt hat. Für kleinere und größere Gruppen sind die klassischen Führungen am beliebtesten, bei denen die Mitarbeiter über den Zooalltag berichten und auch die täglichen Fütterungen durchführen. Bei solchen Fütterungen wird bewusst, wie schnell Alligatoren eigentlich sind oder wie kräftig die Kiefer eines Haies sind. Für Schulgruppen stehen eigene Lernführungen zur Verfügung, für Geburtstage können auch Feste im Ozeanium abgehalten werden. Sogar die Mitarbeiter eines Unternehmens werden zu einem Ausflug eingeladen, um das Mitarbeiterklima zu verbessern und Teambuilding zu betreiben.

Es wird aber noch ein weiteres Programm angeboten, welches jährlich mehrere Menschen aus ganz Europa anlockt. Nach einer Absprache ist es nämlich möglich in das Haifischbecken abzutauschen und die Haie hautnah zu erleben. Profitaucher loben die Vielfalt der Tiere und die günstigen Preise, jedoch ist der wichtigste Grund eines Tauchganges der, dass ein solches Erlebnis in vielen anderen europäischen Aquarien undenkbar wäre. Dieses Programm dürfen aber nur geschulte Taucher durchführen, die auch die entsprechenden Unterlagen und mindestens 10 Tauchgänge nachweisen können. Für ungefähr 30 Minuten können die Taucher dann den Haien nachschwimmen, Filmaufnahmen machen, oder den erstaunten Besuchern im Glastunnel zuwinken, die nicht mit einem Menschen im Tank gerechnet haben.

Zusammenfassung:

Innerhalb Ungarns befinden sich mehrere Zoos, die Meerestiere präsentieren, jedoch ist das Tropicarium Budapest hinsichtlich des Ambientes, der Artenvielfalt und der Größe einzigartig. Manche Touristen fragen sich, ob der etwas längere Weg zum Campona Einkaufszentrum sich lohnt, doch nach einem Besuch lautet die Antwort immer ja. Die Auswahl an Spezies, die Interaktivität und die besonderen Programme machen aus dem Tropicarium Budapest einen äußerst sehenswerten Zoo, der sowohl Familien mit Kindern, als auch Reisegruppen und sogar Firmenmitarbeiter fasziniert. Auch wenn Ungarn kein Meer besitzt, so ist das Ozeanium hinsichtlich der Tierarten ein Ort der Faszination und des Wissen, in dem die Tatsache des fehlenden Meereszugangs gleich vergessen wird. Erst wenn man inmitten des Glastunnels steht und ein über 2 Meter langer Hai über dem eigenen Kopf hinwegschwimmt, wird ersichtlich, warum die Besucheranzahl des Tropicarium Budapest seit über 10 Jahren unverändert groß ist.

Weitere relevante Informationen

Original Ungarischer Name: Tropicarium Budapest

Adresse: Nagytétényi Út 37-43 (Im Einkaufszentrum)  / 1222 Budapest

Geographische Koordinaten: Breitengrad 47.407787 / Längengrad 19.018092 oder 47°24'28.0"N / 19°01'05.1"E

Meereshöhe: 103 Meter

Telefonnummer: +36 1424 3053

E-Mail: info@tropicarium.hu

Webseite: http://www.tropicarium.hu/Tropicarium-Budapest-Ungarn-DE

Öffnungszeiten: Das Tropicarium ist das ganze Jahr über täglich von 10:00 Uhr bis 20:00 Uhr geöffnet

Eintritt: Erwachsene 2500Ft / Studenten und Senioren 1800Ft

Zugang: Das Tropicarium befindet sich am südwestlichen Rand von Budapest wodurch eine Anreise nur mit einem eigenen Fahrzeug oder den öffentlichen Verkehrsmitteln möglich ist. Die Buslinien 33, 114, 213, 214, 150, 133E und 233E fahren zum Einkaufszentrum

Informationen: Beschilderungen stehen in Ungarisch und Englisch zur Verfügung, Broschüren und Führungen stehen in weiteren Sprachen zur Verfügung

Karte des Tropicarium Budapest


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