Übersicht der bekannten Elemente und Mineralstoffe im ungarischen Heilwasser

Heilende Elemente und Wirkstoffe

Von vielen ungarischen Thermen weiß man zwar, dass die Zusammensetzung des jeweiligen Heilwassers aus verschiedenen heilenden Elementen besteht, aber nicht genau, was diese Elemente genau bewirken. In dieser alphabetischen Liste können Sie die häufigsten Elemente in Heilwassern und ihre Wirkung nachlesen.

Alkalichlorid:

Alkalisalz oder Alkalichlorid wird von Aminosäuren genutzt, da sie wasserlöslicher sind als die Aminosäuren selbst. Die Salze werden zum Beispiel gegen eine Fehlfunktion der Schilddrüse genutzt. Es hilft auch gegen Osteoporose.

Alkalihydrogenkarbonat:

Dieser Wirkstoff hilft besonders gegen Übersäuerungen im Magenbereich und beugt daher dem Sobrennen vor. Alkalihydrogenkarbonat kann langzeitig auch gegen Rheuma, Muskelschmerzen und Hautprobleme wirken.

Ammonium:

Bei dem Stickstoffkreislauf wird Ammonium benötigt, um den Kreislauf aufrecht zu erhalten. Ammonium selbst ist in kleinen Mengen ungiftig und trägt auch zum Kreislauf und dessen Effizienz bei. Man sollte die empfohlene Konzentration dennoch nicht überschreiten.

Blaualgen:

Besonders bei Massagen und Packungen kommen Blaualgen zum Einsatz. Sie fördern die Spannkraft der Haut und spenden ihr intensiv Feuchtigkeit. Noch dazu wird das Gewebe entschlackt und weiter gestrafft.

Brom:

Obwohl Brom bei einer hohen Dosierung Schaden anrichten kann hat es dennoch bei einer geringen Menge eine desinfizierende Menge. Somit wird man im jeweiligen Heilwasser von gefährlichen Organismen gereinigt.

Chlorid:

Verbindungen die den Reaktionspartner Chlor haben nennt man auch Chloride. Das bekannteste Chlorid ist Natrium-Chlorid oder handelsübliches Kochsalz. Der Körper benötigt unbedingt Salz um verschiedene Reaktionen auszulösen.

Eisen:

Die roten Blutkörperchen im Blut transportieren den Sauerstoff durch den Körper. Die Eisenmenge im Körper bestimmt die Bildung der roten Blutkörperchen. Das heißt, dass man mit mehr Eisen den Kreislauf anregen kann, da mehr Sauerstoff zu den einzelnen Teilen des Körpers gelangt.

Fluor:

Der Knochenaufbau des menschlichen Körpers ist stark von Fluor abhängig. Daher hilft Fluor der Osteoporose vorzubeugen, weil die Knochen mit genug Baustoffen versorgt werden und daher optimal wachsen können.

Honig:

Der Honig ist in vielen Kulturen bereits seit Jahrtausenden bekannt. Bei Massagen mit Honig werden einerseits Schmerzen gelindert, andererseits wird der Stoffwechsel angeregt und die Haut mit Feuchtigkeit versorgt.

Hydrogen:

Wasserstoff oder Hydrogen ist einer der wichtigsten Elemente für den gesamten menschlichen Aufbau. Ohne Hydrogen gäbe es kein Leben auf der Erde. Die besondere Eigenschaft von Wasserstoff ist eine exzellente Energiespeicherung.

Jod:

Jod, oder Iod wird hauptsächlich in der Schilddrüse gespeichert. Diese Drüse sendet Hormone aus, die den Körper regulieren. Sollte der Jodgehalt zu niedrig oder zu hoch sein, kann es passieren, dass die Schilddrüse nicht richtig funktioniert.

Kalium:

Ein idealer Kaliumgehalt im Körper sorgt dafür, dass Muskeln problemlos erregt werden können und das die Biosynthese der Proteine reibungslos abläuft. Auch das Herz hängt stark von Kalium ab, damit es richtig funktioniert.

Kalzium:

Ohne Kalzium wäre der menschliche Körper nicht fähig richtig zu arbeiten. Kalzium hilft nicht nur beim Aufbau der Knochen, sondern macht auch die Bewegung der Muskeln möglich und hemmt Entzündungen der Gelenke.

Karbon:

Kohlenstoff oder Karbon entsteht bei der Oxidation im menschlichen Körpers in Form von Kohlenstoffdioxid. Karbon allein wird für sogenannte Kohlenstoffröhren in den menschlichen Zellen benötigt, die als Transportwege dienen.

Kräuter:

Bei Massagen werden heilende Kräuter eingesetzt, damit deren Inhaltsstoffe bei Erwärmung auf der Haut absetzen und somit Schmerzen lindern und Verspannungen lockern. Noch dazu wird auch der Blutkreislauf angeregt.

Magnesium:

Jede Zelle im Körper benötigt ATP, welches der Energielieferant der Zellen ist. Ohne ausreichend Magnesium, kann das ATP nicht genügend Energie zur Verfügung stellen und somit arbeitet auch die Zelle langsamer.

Metaborsäure:

Die Metaborsäure dient nicht nur zur Desinfektion, sondern behandelt auch verschiedene Gelenksentzündungen. Bei diesem Stoff muss man darauf achten, dass die Konzentration nicht zu hoch sein darf.

Metakieselsäure:

Die Metakieselsäure ist zwar nicht unbedingt essentiell für den menschlichen Körper, aber sie hilft sehr stark bei der Elastizität der Haut, des Bindegewebes und der Knochen. Somit ist die Säure eine nützliche Ergänzung.

Natrium:

Die Speicherung des Wassers im Körper wird teilweise vom Natrium bestimmt. Zusammen mit Kalium können auch Muskeln einwandfrei funktionieren und das Schmerzempfinden wird ermöglicht, damit man Probleme feststellen kann.

Natriumchlorid:

Der Wissenschaftliche Begriff Natriumchlorid bedeutet nichts anderes als Kochsalz. Ein Heilbad mit einem gewissen Natriumchloridgehalt bedeutet, dass es sich um ein sehr leichtes Salzwasser handelt. Das Salz wird vom Körper verschieden genutzt.

Natriumhydrogen:

Natriumhydrogen spielt eine wichtige Rolle in der Funktion von Nervenzellen, da deren Eigenschaften von der Konzentration bestimmt werden. Somit behandeln Heilwasser mit einem Natriumhydrogengehalt Nervenleiden und Schmerzen.

Radon:

Der radioaktive Wirkstoff Radon verbessert die Schutzmechanismen des Körpers und wirkt gegen rheumatische Erkrankungen. Man muss aber sehr mit der Dosierung aufpassen, da es sich um ein radioaktives Element handelt.

Schokolade:

Bei einer Schokoladenpackung werden die Hautzellen leicht durch Coffein in der Schokolade angeregt. Das bedeutet, dass die Zellen wieder Energie erhalten und frischer wirken. Noch dazu wirkt der Körper anschließend auch entspannter.

Schwefel:

Sobald Schwefel auf die Haut gelangt, wird diese leicht ausgetrocknet und die Wundheilung wird stark angeregt. Wenn der Wirkstoff weiter eindringt kann er Entzündungen von rheumatischer Erkrankungen hemmen und Schmerzen lindern.

Schwefelwasserstoff:

Die Substanz Schwefelwasserstoff ist in vielen Heilbädern ein wichtiger Bestandteil. Die Wirkung des Schwefelwasserstoffes ist die Heilung von verschiedenen Hautkrankheiten, so wie manchen Frauenleiden.

Selen:

Wissenschaftler forschen an der genauen Wirkung von Selen und man vermutet, dass das Element das Krebsrisiko vermindert. Zusätzlich könnte es auch vorbeugend gegen Herzinfarkte und Immunerkrankungen sein.

Sulfid:

Verbindungen bestehend aus Schwefel und einem anderen Element beinhalten im Namen immer das Wort Sulfid. Es gibt verschiedene Sulfide und einige dienen zur Verminderung von rheumatischen Erkrankungen und Gelenksbeschwerden.

Wasserstoffkarbonat:

Die Verbindung zwischen Wasserstoff, Kohlenstoff und Sauerstoff erzeugt das Wasserstoffkarbonat. Es wird hauptsächlich gegen Sodbrennen eingesetzt und daher wirkt es besonders gut bei einer Trinkkur mit Heilwasser.

Zink:

Falls man zu wenig Zink erhält, kann es zu Appetitlosigkeit und einer längeren Wundheilung kommen. Besonders für ältere Menschen ist es wichtig einen optimal Zinkgehalt im Körper zu haben, damit Verletzung schnell genesen.