Wichtige Personen die Ungarn beeinflusst haben

Könige, Künstler und Staatsmänner

Im Lauf der Geschichte gab es viele Männer und Frauen, die ein Land beeinflussten. Im Falle Ungarns waren dies Könige und Künstler, aber auch Menschen, die keine Ungarn waren. Essenziel ist, was sie für das Land getan haben. Hier ist nun eine Übersicht über diese Personen:

König Matthias II:

Der berühmte König war nicht nur König von Ungarn, sondern auch Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und König von Böhmen. Sein Motto lautete: Eintracht ist stärker als Licht. Die ungarische Flagge, wie man sie heute kennt, wurde erstmals unter seiner Herrschaft eingeführt.

König Stephan I:

Stephan war der erste König Ungarns und ist heute der Nationalheilige. Um das Jahr 1000 vereinigte er die magyarischen Stämme und christianisierte das neu gegründete Land. Er wird in der ungarischen Geschichte als Held gesehen und er erhielt sogar einen eigenen Feiertag.

Béla IV:

Béla Venerabilis trug viel zur Veränderung des Landes bei. Zum Beispiel waren seine Handlungen für den heutigen Namen der Margareteninsel verantwortlich. Außerdem ordnete er an, dass Ungarn mit vielen Burgen und Schlössern aufgerüstet werden sollten. Dazu gehört auch der Budaer Burgpalast.

Prinz Eugen:

Prinz Eugen von Savoyen kann als Befreier der Ungarn gesehen werden. Er war der brillianteste Feldherr Österreichs und schaffte es 1697 bei der Schlacht bei Zenta die osmanische Armee zu besiegen. Damit endete die Herrschaft der Osmanen über Ungarn, doch die Herrschaft Österreichs begann gleich darauf.

Kaiser Franz Joseph I:

Der Kaiser Österreichs und König Ungarns war bis 1916 Regent der beiden Staaten. Nach der blutigen Niederschlagung der ungarischen Revolution 1848 wurde er in ganz Ungarn gehasst. 1918 rächten sich die Ungarn, indem sie alle Bilder des Kaisers zerschmetterten und entfernten ließen.

Miklós Horthy:

Miklós Horthy war während des Ersten Weltkrieges ein Admiral der K.u.K. Monarchie. Während der 30er Jahre übernahm er das national orientierte Ungarn und wurde zum Reichsverweser von Ungarn. Er regierte bis 1944, als Deutsche Truppen in das Land einmarschierten und den Reichsverweser von seiner Position enthoben, da Horthy den Krieg beenden wollte.

Imre Nagy:

Nagy gilt bis heute als einer der beliebtesten Politiker Ungarns während der Unterdrückung des Kommunismus. In den 50er Jahren war er für das Land verantwortlich und schlug einen sehr liberalen politischen Kurs ein. Beim Volksaufstand von 1956 war er einer der politischen Führer. Nach seiner Hinrichtung wurde er als Held gefeiert.

Gyula Benczúr:

Der berühmte Maler aus Ungarn wurde 1844 geboren und starb 1920. Nachdem er sein Studium beendete begann seine Karriere. Zunächst gewann er einen nationalen Wettbewerb. Später wurde er von Aristokraten und auch Königen damit beauftragt, Portraits von ihnen zu erstellen. Er war auch für Gemälde im Budaer Burgpalast zuständig. Zweifelsohne war Benczúr ein wichtiger Vertreter der ungarischen Kultur.

Sandor Petöfi:

Der berühmte ungarische Dichter lebte im 19. Jahrhundert. Zwar war er in Ungarn für seine Gedichte bekannt, doch international wurde er berühmt, als er als geistiger Führer die Märzrevolution 1848 vorantrieb. Wie er es prophezeit hatte, verschwand er auf dem Schlachtfeld und wurde nie wieder gesehen. So entstand der Heldenmythos um Petöfi.

János Arany:

Arany lebte ebenfalls zur Zeit von Petöfi und verfasste Gedichte. Mit seine Meisterwerk Toldi erlangte er in ganz Ungarn Berühmtheit. Um 1877 konzentrierte er sich auf lyrische und epische Arbeiten und erweiterte das Werk Toldi in eine Trilogie.

János Fadrusz:

Der Bildhauer aus dem späten 19. Jahrhundert meißelte viele Statuen, die noch heute in Ungarn stehen. Unter anderem modellierte er auch die zwei Steinlöwen, die die großen Tore des Budaer Burgpalastes bewachen.

William Tierney Clark:

Clark war ein öffentlicher Ingenieur im 18. und 19. Jahrhundert. Erfolgreich etablierte sich sein Name als Brückenbauer, und sein Ruf reichte sogar bis nach Ungarn. Kurze Zeit später wurde Clark von Gráf Széchényi beauftragt, die weltberühmte Kettenbrücke zu errichten.

Graf István Széchenyi:

István Széchenyi war ein ungarischer Staatsreformer und Unternehmer im 19. Jahrhundert. Er sorgte für eine starke Ankurbelung der Wirtschaft und ist auch verantwortlich für den Bau der Budapester Kettenbrücke. Angeblich wollte er nur eine Brücke bauen lassen, damit er seine Geliebte auf der anderen Stadtseite öfters sehen konnte.

János Marschalkó:

Der talentierte Bildhauer aus dem 19. Jahrhundert war der Meißler der vier Steinlöwen auf der Kettenbrücke. Einer Legende nach vergaß er den Löwen Zungen zu geben. Bei der Eröffnung rannte er panisch von einem Ende der Brücke zur anderen und als er erkannte, dass keiner der Löwen Zungen hatten, beging er kurze Zeit später Selbstmord.

Imre Steindl:

Der ungarische Architekt ist für sein größtes Meisterwerk, das ungarische Parlament, bekannt. Er interessierte sich ganz besonders für gothische Stile, aber auch für Renaissance-Stile.

Samuel Petz:

Samuel Petz war ein Architekt des 19. und 20. Jahrhunderts. Sein mit Abstand berühmtestes Bauwerk ist die Budapester Markthalle. Das Besondere an seinen Bauwerken ist, dass Petz sehr gerne mit Zsolnay Porzellan arbeitete und seine Bauwerke damit oftmals schmückte.

Ödön Lechner:

Obwohl der Pavillon beim Városligeti See nicht zu den Meisterwerken von Ödön Lechner zählt, hätte der Stadtsee ohne ihn wohl kaum solch eine Berühmtheit erlangt. Bekanntere Bauwerke des ungarischen Architekten sind das Rathaus in Szeged und die Ladislauskirche in Budapest.

Ignác Alpár:

Der berühmte Architekt begann seine Karriere eigentlich als Steinmetz. Nachdem er sein Studium in Berlin beendete, erhielt er den Auftrag, die Vajdahunyad Burg zu gestalten und zu errichten.

Dr. József Szabó, József Gerenday, Dr. Ágoston Kubinyi und János Xantus:

Ohne diese vier Wissenschaftler hätte es den Budapester Zoo wahrscheinlich nie gegeben. Szabó war ein Dozent, Gerenday der Direktor des Botanischen Gartens, Kubinyi Direktor des Nationalmuseums und Xantus Sammler und Zoologe.

Károly Kós:

Dieser Architekt entwarf und baute das wunderschöne Vogelhaus, sowie das Elefantenhaus im Budapester Zoo. Bis heute sind diese zwei Gebäude die mit Abstand markantesten aus der damaligen Zeitepoche.

Albert Schickedanz, György Zala:

Schickedanz, der Architekt des Milleniumdenkmals, war ein gebührtiger Ungar im späten 19. Jahrhundert. Auch Zala György war an diesem monumentalen Bauwerk beteiligt. Die mächtigen Statuen auf dem Heldenplatz wurden von ihm gestaltet.

Zsigmond Kisfaludi Stróbl:

Der im 20. Jahrhundert lebende Architekt und Künstler entwarf das mit Abstand am besten sichtbarste Monument Budapests, denn er war für den Bau der Freiheitsstatue verantwortlich.

Frigyes Schulek:

Frigyes Schulek war ein berühmter ungarischer Architekt aus dem 19. Jahrhundert. Sein mit Abstand bekanntestes Bauwerk ist die Fischerbastei. Er war aber auch am Bau der Matthiaskirche und der Renovierung der Kirche von Ják verantwortlich.

Matthias Corvinus:

Die Matthiaskirche ist nach diesem König benannt. Der Titel Corvinus stammt vom lateinischen Wort Corvus, was Rabe bedeutet. Angeblich verkleidete er sich oftmals als Bettler, damit er die Situation des Volkes unauffälig beobachten und beurteilen konnte.

Mark Pick:

Die ungarische Salami hätte es ohne Mark Pick nie gegeben. Der im 19. Jahrhundert lebende Unternehmer kam auf die Idee, neben der nur in Italien erhältlichen Salami, eine eigene Kreation zu schaffen. So entstand das Pick Unternehmen, dass bis heute die köstlichsten Sorten Salami herstellt und vermarktet.

Ede Wulff:

Dieser deutsch-holländische Zirkusdirektor sorgte Ende des 19. Jahrhunderts dafür, das der Budapester Zirkus den guten Ruf erhielt, den er heute hat. Nach der Eröffnung vom Zirkus verzauberte Wulff die Zuschauer mit den exotischsten Tricks und Attraktionen, die in Ungarn immer beliebter wurden.

Heller Pál:

Der Pálpusztaer Käse ist zwar ein eher unbekanntes Hungaricum, aber dafür ein besonders köstliches. Heller Pál erfand in seiner Käserei den beliebten Schmierkäse und schon bald war diese Käsesorte in ganz Ungarn bekannt. Der Name Pálpusztaer Käse kommt beim beginnenden Teil von Pál selbst.