Die ungarische Kultur

Die ungarische Kultur

Die ungarische Kultur ist eine der vielfältigsten Kulturen überhaupt. Seit der Gründung Ungarns entstanden Bauwerke, Kunstwerke, Literatur und vieles mehr. Allein in Budapest sind viele einzigartige Bauwerke zu sehen wie zum Beispiel das Parlamentsgebäude. In den verschiedenen ungarischen Städten und am Land kann man diese kulturelle Vielfalt fast überall entdecken. Wir möchten einige Aspekte der ungarischen Kultur vermitteln und beginnen mit der ungarischen Architektur.

Die vielen Kirchen, Burgen und Klöster sind in den verschiedensten Stilen errichtet und jedes Bauwerk übertrumpft das andere. Die verschiedenen Einflüsse der Gebäude stammen aus drei wichtigen Epochen. Zunächst wurden viele Bauwerke errichtet und beeinflusst, als die Römer ihre Siedlungen in Ungarn errichteten. Noch heute sieht man außer Ruinen viele fast ganz erhaltenen Gebäude. Während der Belagerungszeit der Türken wurde der Baustil natürlich von den orientalischen Standards beeinflusst. Heute sind die Stile besonders in den türkischen Bädern sichtbar. Zuletzt gab es während der K.u.K. Monarchie eine starke Vermischung zwischen der österreichischen und ungarischen Architektur. So ist dieser Teil der ungarischen Kultur auch eine Reise in die Vergangenheit.

Die Malerei war und ist ein genauso wichtiger kultureller Aspekt wie die Architektur. Bereits im 15. Jahrhundert waren ungarische Maler im Ausland tätig. Je nachdem wie sich der europäische Trend änderte, widmeten sich auch die ungarischen Künstler der Romantik, dem Impressionismus und vielen anderen Kunstrichtungen. Einer der bekannteren Künstler Europaweit ist sicherlich Gyula Benczúr. Heute sind insbesondere István Szönyi, Jenö Barcsay und László Lakner bekannt.

Die ungarische Literatur hatte ihre Anfänge im lateinischen. Nach der Gründung Ungarns wurde Ungarisch sehr lange nur gesprochen, nicht aber als Schriftsprache verwendet. Erst anfang des 17. Jahrhunderts wurde Ungarisch nicht nur gesprochen sondern nun das erste mal ständig auch in der Schrift genutzt. In den darauf folgenden Jahrhunderten blühte die ungarische Literatur richtig auf. János Arany und Sandor Petöfi sind nur zwei berühmte Dichter aus dem 19. Jahrhundert. In der kommunistischen Ära verstummte die ungarische Literatur zum Großteil. Dennoch schrieben viele ungarischen Dichter im Ausland weiter. Themen waren zum Beispiel der Zweite Weltkrieg. Imre Kertész verarbeitete seine Erfahrungen im KZ-Auschwitz in seinem Werk “Roman eines Schicksallosen”.

Die kulturellen Traditionen im Sinne von Bekleidung und Bräuchen sind heute eher in ländlichen Gebieten geblieben. Dazu gehören die Hirtenmäntel (Cifraszür), traditionelle Stickereien und die Zither (Citera). Nicht nur bei besonderen Anlässen werde Trachten und ähnliches getragen, sondern auch im Alltag. Die wahrscheinlich beste Möglichkeit diese Dinge zu sehen ist ein Ausflug in die Puszta. In den dortigen Ortschaften wird die ungarische Kultur noch heute praktiziert. Hierzu muss man sagen, dass die manchmal veralteten Tradition nicht aus Tourismusgründen erhalten werden. Traditionelle Menschen sind stolz auf ihre ungarische Kultur und würden sie unter keinen Umständen ändern wollen.

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