Die ungarische Paprika

Die ungarische Paprika

Wenn man an Ungarn denkt, dann kommt einem sicherlich die ungarische Paprika in den Sinn. Sie ist eine essentielle Zutat für viele ungarische Gerichte und auch in anderen Ländern ist die ungarische Paprika bereits eine oftmals verwendete Zutat. Es gibt so viele verschiedene Arten des berühmten Gemüses, dass es längst nicht reicht sie in mild und scharf aufzuteilen. Auch in der eigenen Küche lässt die ungarische Paprika Konkurrenten aus anderen Ländern alt aussehen.

Die Geschichte der ungarischen Paprika beginnt während der türkischen Besatzung Ungarns. Die Osmanen bauten ihre Sorte Paprika an, während es den Ungarn nicht gestattet war, das Lebensmittel selber anzubauen. Nach der Besatzung baute man die Paprika reichlich an und in wenigen Jahren war sie in ganz Ungarn bekannt und beliebt. Im 19. Jahrhundert wurde die ungarische Paprika das erste mal in einem Kochbuch erwähnt und auch andere Länder erfreuten sich immer mehr an der Paprika. Heute gibt es in Ungarn etliche Rezepte, die ohne Paprika einfach nicht gemacht werden könnten.

Die verschiedenen Arten der ungarischen Paprika sind so zahlreich, dass es bereits viele Untergruppen gibt. Je nach dem wie man die Zugabe von Samen und Paprikaadern reguliert, erhält man die verschiedensten Geschmacksrichtungen. Zu den berühmten Sorten gehören die milde Paprika, die Edelsüßpaprika, die Rosenpaprika und die Delikatesspaprika. Es spielt auch eine wichtige Rolle ob die Paprika normal oder in getrockneter Schotenform verwendet wird. Weitere Formen sind Paprikapulver und Paprikacrème. Damit man bei einem Einkauf den Überblick über die vielen Sorten bewahren kann, wird die ungarische Paprika je nach Sorte und Schärfen an unterschiedlichen Orten in Regalen geordnet, damit man mit der vorhandenen Beschriftung die gewünschte Sorte schnell finden kann.

Die zwei größten Zentren der ungarischen Paprika sind die Städte Szeged und Kalocsa. Während in Szeged praktisch alle Paprikasorten angebaut und verkauft werden, kann man in Kalocsa die etwas milderen Gewürze kaufen. Wie zum Beispiel die ungarische Salami oder die ungarische Wurst ist auch die ungarische Paprika ein perfektes Souvenir. Besonders Menschen, die gerne kochen, werden sich über einige Paprikaschoten für ihre Küche sehr freuen. Ein ungarisches Rezept mit Paprika als Zutat schmeckt nur mit ungarischer Paprika optimal.

Eine weitere Interessante Tatsache ist, dass die ungarische Paprika auch im Bereich der Wissenschaft große Erkenntnisse gebracht hat. Der ungarische Nobelpreisträger Szent-Györgyi Albert erhielt diesen außerordentlichen Preis, weil er in der Paprika das Vitamin C entdeckte, welches heute unverzichtbar ist. Daher ist die ungarische Paprika auch ein wichtiger Helfer der Wissenschaft. Dennoch ist es am wichtigsten, dass sie nicht nur ein köstliches Gewürz für Gerichte wie Slambuc oder Gulasch ist, sondern auch ein wunderbares Souvenir aus dem Land der Magyaren.

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