Die Budapester Standseilbahn

Die Budapester Standseilbahn

Die Budapester Standseilbahn heißt im Ungarischen Sikló und ist eines der einzigartigen Sehenswürdigkeiten des Burgviertels. Seit 1987 gehört sie sogar zum Teil des UNESCO Welterbes. Die Standseilbahn besitzt insgesamt zwei Stationen. Die erste befindet sich am Fuße des Burgberges und befindet sich gleich in der Nähe der Kettenbrücke. Die Zweite Station ist oben auf dem Burgberg, direkt rechts vom Budaer Burgpalast.

Tickets für die Bahn sind an beiden Stationen erhältlich. Die Strecke der Standseilbahn beträgt 95 Meter, während sie einen Höhenunterschied von 50 Metern besitzt. Das wirklich Besondere während der Fahrt ist der einzigartige Ausblick, den man auf das gegenüberliegende Donauufer hat. Die Standseilbahn fährt nicht allzu schnell, daher hat man genügend Zeit um Photos zu machen oder den Anblick einfach zu genießen. Jährlich benutzen bis zu 1 Million Gäste die Fahrt mit der Bahn.

Die Geschichte der Standseilbahn geht in das Jahr 1870 zurück, als man sie feierlich eröffnete. Die Pläne und die Konstruktion stammten von Henrik Wohlfahrt. In Europa entstand somit die zweite Standseilbahn in Budapest. Mit der Zeit wurde sie sehr beliebt, da der Burgpalast für lange Zeit nur zu Fuß erreichbar war. Als der Busverkehr schließlich auch das Burgviertel befuhr, büßte die Standseilbahn dennoch keine Besucher ein. Die Menschen hatten die Dampfbetriebene Bahn ins Herz geschlossen und auch Touristen fuhren lieber mit ihr, als mit dem Bus.

Während des 2. Weltkrieges traf eine Bombe das obere Gebäude der Station. Der obere Waggon und das Gebäude wurden vollkommen zerstört. In der kommunistischen Ära beschloss die Regierung die Standseilbahn nicht wieder zu errichten, da der Busverkehr ausreichte, um die Menschen zum Burgviertel zu bringen. Viele Jahre lang verlangte man immer wieder die Renovierung der beliebten Standseilbahn, doch bis 1985 wurde man vollkommen ignoriert. In diesem Jahr aber beschloss man die Sehenswürdigkeit wieder aufzubauen und in Betrieb zu nehmen. Seitdem fährt sie täglich auf und ab, um die Gäste nach oben oder unten zu befördern.

Das Prinzip der Standseilbahn funktioniert wie folgt: Es gibt zwei Waggons, während der eine bei der oberen Station ist, ist der andere bei der unteren. Die Waggons fahren anschließend entgegen und treffen sich genau in der Mitte der Bahn. Pro Waggon können 24 Personen fahren, der Waggon selbst ist in drei “Stufen” aufgeteilt. Die Standseilbahn kann mit einer Geschwindigkeit von 3 m/s fahren, doch 1988 baten die Touristen, die Geschwindigkeit auf die Hälfte zu reduzieren. Der Dampfmotor ist bereits seit langem durch einen Elektromotor ersetzt worden, daher ist die Bahn sehr leise.

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