Urlaub-Ungarn News: Blindgänger im XI. Bezirk
15. Juni 2011:
Binnen kürzester Zeit verwandelte sich heute die Kelenhegyi Straße im XI. Bezirk in Budapest in ein Sperrgebiet. Während Bauarbeiten entdeckten Arbeiter ein Metallobjekt, welches sich schnell als Bombe herausstellte. Mehrere Institutionen, unter anderem der Katastrophenschutz und das örtliche Sprengkommande, rückten an und verriegelten die unmittelbare Umgebung. 27 Häuser mussten evakuiert werden und auch das umliegende Gebiet wurde in einem Radius von 150 Metern gesperrt. Auch der Autoverkehr wurde umgeleitet, damit es zu keinen Staus kommt. Nach den Räumungsarbeiten konnten die Einwohner bereits wieder in ihre Häuser zurückkehren. Da das Unterfangen zunächst als langwieriger eingestuft wurde, erhielten die Einwohner die Möglichkeit in einer Schulde in der Nähe zu übernachten.
Kerekesné Benedek Mária teilte die Details mit. Bei der Bombe handelt es sich um eine Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg. Der sowjetische Blindgänger besitzt eine Masse von 250 Kilogramm und ist damit höchst gefährlich. Die Bombe wurde im Hof der Kelenhegyi Straße 33 während Bauarbeiten entdeckt. Für das Sprengkommando stellte der Sprengkörper, welcher durch Berührung von Vorne und Hinten detonieren kann, ein zusätzliches Risiko dar. Es wurde damit gerechnet, dass die Räumungsarbeiten mindestens einige Stunden dauern werden, wenn nicht länger. Falls es zu längeren arbeiten gekommen wäre, hätte eine örtliche Schule Schlafplätze für die Einwohner zur Verfügung gestellt.
Inzwischen wurde die Bombe entschärft und die Einwohner konnten wieder in die 27 geräumten Häuser zurückkehren. Die Fliegerbombe wird zu einer Sammelstelle gebracht, wo sie anschließend endgültig vernichtet wird. Nach der Belagerung von Budapest 1944/1945 gibt es bis heute etliche Fliegerbomben, welche aufgrund der Haustrümmer und des Schutts nicht entdeckt wurden. Erst Jahre später werden Blindgänger meist durch Zufall entdeckt und anschließend während teuren Räumungsaktionen beseitigt, um für die Bevölkerung keine Gefahr mehr darzustellen. Für die Einwohner der Kelenhegyi Straße war die Aktion dennoch definitiv nichts alltägliches. Glücklicherweise meldeten die Arbeiter den Fund rechtzeitig, bevor es zu einer Detonation gekommen ist, die einen Umkreis von 100 Metern sicherlich schwer beschädigt hätte.
Die 250kg schwere sowjetische Fliegerbombe wurde bei Bauarbeiten in der Kelenhegyi Straße entdeckt. Ein Sprengkommando und ein Räumungskommande waren stundenlang beschäftigt, um den gefährlichen Sprengkörper zu entfernen, damit die Einwohner von 27 Häusern wieder nach Hause können
Quelle: www.mti.hu
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