Sárvár (Rotenthurm)
Die schöne ungarische Stadt Sárvár befindet sich geographisch gesehen zwischen Sopron und dem Plattensee. Obwohl die verträumte Stadt nur ungefähr 15.000 Einwohner hat, gibt es dennoch einige Sehenswürdigkeiten, die Sárvár besonders in den letzten Jahren zu einer beliebten Stadt für den ungarischen Tourismus gemacht hat. Während die Geschichte der Stadt eine beachtliche ungarische Burg hinterlassen hat, sprudelt tief unter der Erde eine heilende Quelle, die längst nicht mehr ungenutzt ist.
Die Geschichte von Sárvár beginnt bereits im Zeitalter der Römer. Damals hieß die Ortschaft Bassiana und wurde als Provinzsiedlung genutzt. In den folgenden Jahrhunderten entwickelte sich der Ort eher langsam. Verschiedene Schriften weisen darauf hin, dass eine Burg errichtete wurde, die von einer Sumpflandschaft umgeben war. So könnte auch der Name Sárvár (Lehmburg) entstanden sein. 1534 änderte sich die Geschichte der Stadt aber vollkommen. Tamás Nádasdy, ein sehr begabter Politiker seiner Zeit, kam in den Besitz der einfachen Burg und seine Familie begann die Burg auszubauen und immens zu verschönern. Zusätzlich war Sárvár in der Renaissance auch ein Zentrum der Reformation in Ungarn.
Heute ist die Burg Nádasdy das Herz von Sárvár, deshalb ist es ideal einen Rundgang bei der Burg zu beginnen. Die Burg selbst wird von einer wunderschönen Gartenanlage umgeben und bereits diese lädt zu einem Spaziergang in der Umgebung ein. Die Burg ist heute ein Museum und bietet verschiedenste Exponate an. Neben den prunkvollen Räumlichkeiten gibt es auch Ausstellungen zu den Husaren, der Familie Nádasdy und der Stadtgeschichte. Auch die interessanten Schlachtenbilder von Hans Rudolf Miller befinden sich im Festsaal.
Sárvár ist aber auch wegen der Reformationsbewegung der Stadt bekannt. Hier war nicht nur das kulturelle und geistige Zentrum der Reformation zu finden, sondern in Sárvár wurde auch das erste ungarische Buch gedruckt. Diese und weitere religiöse Aspekte sind in der römisch-katholischen Kirche Ladislaus und der evangelischen Kirche zu finden. Bei der katholischen Kirche ist das Baujahr bis heute unklar, daher wirft das Gotteshaus bis heute Rätsel auf.
Neben den klassischen Sehenswürdigkeiten in Sárvár gibt es natürlich noch weitere Sehenswürdigkeiten. Das Arboretum zum Beispiel besitzt eine Sammlung von 350 Baum- und Straucharten auf einem Gelände von über 16 Hektar. Manche Bäume sind bereits über 400 Jahre alt. Für Freunde des ungarischen Thermalwassers gibt es das städtische Heilbad von Sárvár. Aufgrund des heilenden Wassers haben sich auch Wellness Hotels wie das VitalMED Hotel Sárvár und das Danubius Health Spa Resort Sárvár niedergelassen. Ein paar Kilometer von Sárvár entfernt befindet sich auch der Pannonia-Ring, einer der bekanntesten Motorradstrecken Europas.
Zusammenfassend kann man sagen, dass Sárvár wirklich eine bezaubernde Kleinstadt mit interessanten Sehenswürdigkeiten ist. Zusätzlich kann man auch einen erlebnisreichen Tag im Heilbad verbringen und mitten in der Innenstadt eine kleine Shoppingtour machen oder in einem Café ein Getränk trinken und die wunderbare Innenstadt betrachten.
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