Pester Lloyd
Der Pester Lloyd gehört zu jenen ungarischen Medien, die in deutscher Sprache veröffentlicht werden. Im Falle dieser Zeitung wurden Artikel bereits seit 1854 publiziert und heute erreicht die Internet Tageszeitung tausende interessierte Leser aus dem deutschsprachigen Raum. Obwohl es bis 2009 eine Druckversion der Zeitung gab, hat die Redaktion seit 2010 beschlossen die Informationen nur noch auf die Homepage zu stellen und somit eine Internetzeitung aus dem Pester Lloyd zu machen.
Die Geschichte des Pester Lloyds reicht wie bereits erwähnt in das 19. Jahrhundert zurück. Nachdem sich die Zeitung in Ungarn etabliert hatte, wurde sie bis 1945 zur größten deutschsprachigen Tageszeitung. Bereits vor dem 2. Weltkrieg war die Zeitung politisch gesehen stark liberaldemokratisch und berichtete auch zum Beispiel über die Nürnberger Rassengesetze. Bis zur Eröffnung des Eisernen Vorhangs verschwand der Pester Lloyd aus der ungarischen Geschichte, doch nach der Wende tauchte die Zeitung wiederum auf. 1994 wurde der Pester Lloyd neu gegründet und bis 2009 druckte man pro Ausgabe noch immer 15.000 Exemplare.
Die Fragen, die sich über den Pester Lloyd natürlich stellen, sind über was die Artikel berichten und wie der politische Einfluss auf diese Artikel ist. Bezüglich der Themen findet man ein Varieté aus ungarischer Politik, ungarischer Kultur und ungarischer Wirtschaft. Besonders konzentrieren sich die Artikel auf Budapest und Umgebung. So erhält man interessante Informationen über Veranstaltungen und die Party- und Nightlifeszene in Budapest. Die Themen Politik und Wirtschaft betreffen ganz Ungarn und berichten auch über Details des Landes.
Der politische Einfluss des Pester Lloyds ist auf den ersten Blick gar nicht leicht zu entdecken. Die Seite selbst behauptet eine kritische, unabhängige und qualitativ hochwertige Berichterstattung. Wenn man sich Nachrichten aus dem Bereich Kultur, Gesellschaft und Wirtschaft allein ansieht, dann stimmen diese Kriterien selbstverständlich. Die Artikel sind objektiv verfasst und somit sehr angenehm zu lesen. Sobald es aber um das Thema Politik im Pester Lloyd geht, erkennt man eine sehr stark linkspolitische Tendenz. Artikel über die ungarische Politik beinhalten kaum objektive Berichte, meist geht es auch dazu über, dass leicht übertriebene und stark subjektiv beschriebene Tatsachen eine objektive Betrachtung des Themas sofort verhindern.
Für Gäste, die einen Urlaub in Ungarn machen wollen und sich für eine ungarische Tageszeitung in deutscher Sprache interessieren, ist der Pester Lloyd bis auf die politischen Artikel empfehlenswert. Besonders die Artikel über die Kultur und die Veranstaltungen bringen interessante Fakten näher, egal ob es sich um ungarische Städte wie Sopron oder Eger handelt oder um die Hauptstadt Budapest selbst. Daher kann man ruhig einen Blick in den Pester Lloyd werfen, nur von den politischen Artikeln wird Gästen, die objektive Berichterstattung haben möchten, sehr stark abgeraten.
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