Die Métro Linien von Budapest

Die Budapester U-Bahn (Budapesti Metró)

Das Budapester U-Bahnnetz ermöglicht es Einheimischen, aber auch Touristen kurze bis mittlere Distanzen schnell zu überbrücken (1)
Die einzelnen Eingänge zu den Stationen sind je nach Linie klassisch oder modern gehalten, diese Stufen führen zur historischen M1 Linie (2)
Diese hochmodernen Züge der Alstom Klasse werden bald auf allen Linien der Metró fahren (3)
Insbesondere die renovierten Haltestellen bieten täglichen Pendlern und Touristen sämtlichen Mobilitätskomfort mit vielen Hinweisschildern und Informationstafeln (4)

Einleitung:

Der hektische Alltag in Großstädten setzt voraus, dass genügend Transportmittel zur Verfügung stehen, damit Angestellte rechtzeitig zur Arbeit kommen, und Touristen einfach ihre Ziele erreichen können. U-Bahnen zählen seit langem zu den effizientesten und auch umweltfreundlichsten Massenverkehrsmitteln und auch in der ungarischen Hauptstadt Budapest bringt die U-Bahn ihre Fahrgäste schnell zum gewünschten Ziel. Die Budapester U-Bahn, oder im Ungarischen Budapesti Metró, ist nicht nur für ihre Zuverlässigkeit bekannt, sondern auch für ihre lange Geschichte und Tradition. Gäste nutzen dieses Budapester Verkehrsmittel immer häufiger, da die Vorteile gegenüber anderen Verkehrsmitteln stark überwiegen.

Geschichte:

Wenn die Londoner U-Bahn nicht mitgerechnet wird, dann ist die Budapester U-Bahn die erste ihrer Art auf dem europäischen Kontinent. Dabei wurde sie durch einen glücklichen Zufall gebaut. Anlässlich der Millenniumsfeier im Jahr 1896 wollte die Stadtverwaltung von Budapest eine Straßenbahnlinie entlang der Andrássy Straße errichten. Diese Pläne wurden aber verworfen und zeitgleich bot das Siemens Unternehmen den Bau einer U-Bahn an, was auch genehmigt wurde. Rechtzeitig zur 1000-jährigen Feier der ungarischen Landnahme konnten die ersten Besucher auf der M1 Linie vom Heldenplatz bis zum  heutigen Vörösmarty Platz reisen. Anfänglich war die Bahn eine Touristenattraktion, schon bald entwickelte sie sich aber zu einem etablierten Verkehrsmittel.

Mit der Zeit wurde die Budapester U-Bahn erweitert und renoviert, so wurden 1917 zum Beispiel zahlreiche Züge ersetzt, die bereits veraltet waren. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden zwei weitere Linien gebaut, nämlich die M2 und die M3. 1970 wurde die M2 eröffnet, welche als West-Ost Verbindung diente und unter der Donau verläuft. Die M3 wurde 1976 eröffnet und bildete eine Nord-Süd Verbindung auf der Pester Stadtseite. Seit der Wende wurde vom Budapester Stadtrat bestimmt, dass die Budapester U-Bahn das effizienteste Verkehrsmittel der Stadt ist und deshalb auch in Zukunft immer weiter erneuert und ausgebaut werden soll.

Aktive Linien:

Heute können Besucher der Stadt insgesamt vier Linien der Budapester U-Bahn nutzen. Die M1, welche auch als Millenniumsbahn bezeichnet wird, verläuft unter der Andrássy Straße und fährt zu Sehenswürdigkeiten wie dem Haus des Terrors oder dem Stadtwäldchen. Sie ist unter Touristen am beliebtesten, da die historischen Stationen selbst schon eine Sehenswürdigkeit sind und die Fahrt schnell und gemütlich abgewickelt wird. Bei der M2 ist aus touristischer Sicht der westliche Abschnitt am interessantesten. Die Strecke fährt zwar vom Budapester Südbahnhof in den Osten der Stadt, jedoch befinden sich die meisten Sehenswürdigkeiten der Linie nahe der Donau. Falls sich das Hotel aber im Osten der Stadt befindet, dann ist diese Linie perfekt für die Anfahrt in das Stadtzentrum.

Die M3 ist die verhältnismäßig längste Linie der Budapester U-Bahn und hat größtenteils einen parallelen Verlauf zur Donau auf der Pester Stadtseite. Von Újpest im Norden startend fährt die Linie südlich bis nach Kispest. Besonders die Stationen entlang der Donau sind für Gäste sehr nützlich, da man hier bequem bei der Árpád Brücke einsteigen kann und in kurzer Zeit schon bei der Kettenbrücke oder dem Budapester Parlament ist. Des Weiteren kann man auf dem Déak Ferenc Platz bequem auf alle anderen Linien umsteigen.

Die neueste Budapester U-Bahn ist die M4 Linie, welche seit 2014 in Betrieb ist. Mit ihrer Eröffnung stehen Besuchern neue Fahrtwege zur Verfügung, die auch aus touristischer Sicht relevant sind. So ist es zum Beispiel möglich von Ostbahnhof gemütlich zum Gellért Berg zu gelangen oder schnell die angesagten Einkaufsstraßen der Pester Stadtseite zu erreichen. Neben der reinen Funktion als U-Bahn kann die M4 Linie aber auch als riesiges Kunstwerk betrachtet werden. Nach aufwendigen Arbeiten wurde jede einzelne Station mit einem unterschiedlichen architektonischen Stil errichtet, wodurch viele Gäste bei jeder Station der Linie aussteigen, und sich die Strukturen ansehen. Da die M4 einer der modernsten U-Bahn Linien Europas ist, betrachten Touristen eine Fahrt mit dem Verkehrsmittel als eigene Attraktion.

Geplante Linien und Erneuerungen:

Auch im Fall der Budapester U-Bahn sind ständige Modernisierungen und Erneuerungen notwendig. Aus diesem Grund hat die Budapester Stadtverwaltung drei operative Programme entwickelt, die die Qualität des U-Bahn Systems stetig verbessern soll. Das erste dieser Programme betrifft die Länge der Tunnelstrecken und die Anbindungsmöglichkeiten zu anderen Verkehrsmitteln. Seit 2014 werden verschiedene Projekte umgesetzt so wie zum Beispiel die Erweiterung der historischen M1 Linie. Zeitgleich werden manche Stationen auch mit der Regionalbahn Hév angebunden, wodurch auch Ziele außerhalb Budapests einfach erreicht werden können.

Das zweite operative Programm zur Verbesserung der Budapester U-Bahn dient der Erneuerung der Fahrzeuge und der Modernisierung bestehender Strecken. Während die M4 komplett mit hochmodernen U-Bahn Zügen ausgestattet ist, werden die alten Züge auf den anderen Linien aus den 80er Jahren Schritt für Schritt ausgewechselt. So wird zum Beispiel die M1 neue Züge erhalten, während die M3 komplettsaniert wird und auch die Fahrzeuge ausgetauscht werden. Das letzte bedeutende Programm konzentriert sich direkt auf den Komfort der Fahrgäste. Zeitgemäße Bezahlmöglichkeiten wie das Zahlen mit Bankomatkarten, Kreditkarten und Smartphones sind schon an einigen Stationen möglich und diese Methode wird in Zukunft überall verfügbar sein. Viele der Stationen werden für Menschen mit Behinderung zugänglich gemacht und gleichzeitig wird ein komplettes Informationssystem in verschiedenen Sprachen zur Verfügung gestellt, dass über Computer Terminals genutzt werden kann.

Sicherheit der Linien:

Seit einem großangelegten Modernisierungsprogramm zur Erhöhung der öffentlichen Sicherheit der Budapester U-Bahn darf zurecht behauptet werden, das die städtische U-Bahn zu den sichersten der Welt zählt. An jeder Station der Linien stehen mindestens zwei Kontrolleure bei den Eingängen, die einerseits Tickets kontrollieren und andererseits auch Auskunft geben. Dieses Personal ist des Weiteren dafür zuständig, dass unerwünschte Personen wie stark alkoholisierte Menschen die Plattform gar nicht erst betreten können. Ein zusätzliches flächendeckendes Kamerasystem dient als erfolgreiche Abschreckung gegen Gewalttäter und Diebe, da die betreffenden Personen sofort ausgeforscht werden können. Deshalb entsteht bei der Nutzung der Linien ein Gefühl der Sicherheit, welches auch mit einer drastisch sinkenden Kriminalitätsrate in den letzten Jahren erhöht wird.

Nutzbarkeit und Preise:

Die Budapester U-Bahn gehört zu den beliebtesten U-Bahn Systemen der Welt. Aufgrund der mittleren Auslastung und der hohen Pünktlichkeit nutzen sowohl Einheimische als auch Touristen die Untergrundbahn gerne. Auf allen Linien fahren die Züge in einem 3 bis 5 Minutentakt, während Stoßzeiten fahren sie sogar häufiger. Die Stationen sind komfortabel eingerichtet und auch die Waggons bieten genügen Steh- und Sitzplätze. Der Zugang zu den einzelnen Stationen ist überirdisch möglich. Bei geringen Höhenunterschieden gibt es Treppen und Lifte für gehbehinderte Menschen, wobei beachtet werden muss, dass noch nicht alle Stationen behindertengerecht sind. Bei höheren Unterschieden führen Rolltreppen hinunter und hinauf.

Die Preise und Tarife der Budapester U-Bahn sind sehr fortschrittlich und auch touristenfreundlich. Zunächst muss gesagt werden, dass es bei den Eingängen zu den Stationen keine Drehkreuze gibt. Tickets werden entweder in der Station oder in Kiosken gekauft und anschließend noch beim Eingang zur Zugplattform entwertet. Eine Kurzfahrkarte, die auch zum Linienwechsel genutzt werden kann, kostet ohne Ermäßigung 300 Forint. Umgerechnet beträgt dies rund 1 Euro und solche Preise wird man in anderen europäischen Städten vergeblich suchen. Für Studenten, Schüler, Senioren und EU-Bürger gibt es noch verschiedene weitere Ermäßigungen, die sich insbesondere dann auszahlen, wenn eine Monatskarte gekauft wird.

Zusammenfassung:

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Budapester U-Bahn heute das Herz des Budapester Verkehrs ist. Die Preise sind sehr günstig, der Komfort ist gegeben und die Linien sind zuverlässig und störungsarm. Es gibt weder häufige Verspätungen, noch viele kriminelle Aktivitäten, die von anderen U-Bahn Systemen bekannt sind. Gäste können zum Beispiel die M1 nutzen und mit der historischen Millenniumsbahn zum Heldenplatz fahren oder mit der M2 die Stadtseiten wechseln. Es steht jedoch fest, dass die Beliebtheit der Budapester Metró sehr hoch ist und sich dieses Verkehrsmittel in den nächsten Jahren und Jahrzehnten ständig verbessert wird um den überirdischen Verkehr zu entlasten.

Weitere relevante Informationen

Anzahl der Linien: Derzeit stehen Fahrgästen vier Metrólinien zur Verfügung, mit denen die Budapester Innenstadt und einzelne äußere Bezirke erreicht werden können

Vorteile gegenüber anderen Verkehrsmitteln: Die U-Bahn ist nicht auf das überirdische Straßennetz angewiesen und weist deshalb eine hohe Pünktlichkeit auf. Zusätzlich ist sie nur in den seltensten Fällen überfüllt

Betriebszeiten: Die U-Bahn fährt durchschnittlich von 4:30 Uhr - 23:30 Uhr an jedem Wochentag

Sicherheit: Ein flächendeckendes Kamerasystem sowie Kontrolleure an jeder Station gewährleisten die Sicherheit der Passagiere

Preise: Eine Kurzfahrkarte kostet 300Ft und kann für drei U-Bahn Stationen in eine Fahrtrichtung genutzt werden, wobei ein einmaliges Umsteigen erlaubt ist, solange 3 Stationen nicht überschritten werden. Die am häufigsten genutzten Tickets sind jene im 10er Block für 3000Ft Forint, welche für eine beliebige Länge in eine Richtung gültig sind und auch das Umsteigen erlauben. Bitte erkundigen Sie sich auf der Webseite oder am Schalter bezüglich des besten Tickets, um Missverständnisse zu vermeiden

Kaufort der Karte: Tickets können nur in Trafiken, Kiosken, an Schaltern in der Station und an Ticketautomaten bei den Stationen erworben werden

Entwertung der Karte: Die Entwertung des Tickets erfolgt immer am Eingang der U-Bahn Station, bevor die Rolltreppen oder Treppen hinunter genutzt werden. Kontrolleure helfen gerne bei der Entwertung der Karte

Pünktlichkeit: Generell weist die Metró eine hohe Pünktlichkeit auf, an einigen Stationen informieren Bildschirme darüber, wann die nächsten Züge eintreffen

Problembehandlung: Bei Problemen stehen sowohl die Kontrolleure als auch die Angestellten an den Ticketschaltern zur Verfügung


Bildquellen und Bildrechte:

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