Die berühmte Budapester Standseilbahn

Die Budapester Standseilbahn (Sikló)

An beiden Stationen der Budapester Standseilbahn können Besucher Tickets für eine malerische Fahrt erwerben (1)
Die zwei Waggons Gellért und Margit werden mit Standseilen und einem Elektromotor bewegt (2)
Die Aussicht auf die Kettenbrücke wird von vielen Besuchern als unvergesslich beschrieben (3)
An manchen Tagen bilden sich durchaus Schlangen vor den Stationen, da die Beliebtheit der Bahn jährlich steigt (4)

Einleitung:

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, um zum Budapester Burgviertel auf dem Budaer Berg zu gelangen. Manche Besucher nutzen die städtischen Buslinien, um von Norden durch das Bécsi Tor in das Viertel zu gelangen, andere wiederum nutzen den wunderschönen Aufgang der Fischerbastei. Die wohl beliebteste Möglichkeit bildet aber die Budapester Standseilbahn, die mit ihren nostalgischen Waggons jährlich über eine Million Passagiere zum Burgviertel oder zum Donauufer bringt. Die beliebte Budapester Sehenswürdigkeit gehört schon seit Jahrzehnten zu einer nicht mehr wegzudenkenden Attraktion, die eigentlich als einfaches Transportmittel konzipiert wurde, um eine schnelle Alternative zu den vielen Treppen zu sein.

Geschichte:

Der Bau der Budapester Standseilbahn ist Ödön Széchenyi, dem Sohn des berühmten Reformers István Széchenyi, zu verdanken. Ihm kam die Idee eine dampfbetriebene Bahn zu errichten, die den Bürgern den Aufstieg in das Burgviertel erleichtern sollte. Nachdem die Pläne für das Verkehrsmittel von Henrik Wohlfahrt fertiggestellt wurden, begann der Bau schon im Jahre 1868. Bereits zwei Jahre später wurde die Standseilbahn am 2. März 1870 in Betrieb genommen, was sie zur zweiten Bahn dieser Art in ganz Europa machte. Die Betreiber der Konstruktion staunten nicht schlecht, als die Budapester Standseilbahn in wenigen Jahren zu einer internationalen Sensation wurde.

Der wunderschöne Ausblick auf die Kettenbrücke und die Zeitersparnis aufgrund der schnellen Waggons sorgten dafür, dass im Jahr 1873 bereits 1,5 Millionen Passagiere mit der Budapester Standseilbahn befördert wurden. In den späten 1920er Jahren führte die Stadtverwaltung eine Busverbindung zum Burgviertel ein, jedoch blieben die täglichen Pendler und die Touristen der kleinen Bahn treu. Diese Erfolgsgeschichte endete im Jahr 1944, als sowohl die Bahn, als auch die Stationen fast vollständig zerbombt wurden. Nach dem Krieg erklärte das sowjetische Regime, dass der Wiederaufbau der Standseilbahn nicht in Frage käme, da die neu eingerichtete Busverbindung vollkommen als Transportmittel ausreichen würde.

Nach der Verkündung, dass die Budapester Standseilbahn nie wieder fahren würde, organisierten die Bürger von Budapest verschiedene Initiativen, um die Sehenswürdigkeit doch noch wieder zurückzuerhalten. Es wurden verschiedene Projekte blockiert, bei denen unter anderem vorgesehen wurde, dass anstelle der Bahn eine Rolltreppe installiert werden sollte. 1985 konnten die Initiativen beendet werden, da die Standseilbahn komplett neu errichtet wurde. Ein Jahr später wurde sie in Betrieb genommen und das historische Verkehrsmittel fährt seitdem ununterbrochen. Im Jahr 2009 wurden die zwei Waggons ausgetauscht, die ursprüngliche Form aber beibehalten. Aufgrund der detailreichen Restaurationsarbeiten können Besucher heute dieselbe Aussicht und dieselbe Fahrt genießen wie im 19. Jahrhundert.

Technische Details und Funktionsprinzip:

Die Technologie, die für die heutige Funktion der Budapester Standseilbahn zuständig ist, ist sowohl einfach als auch effizient. Vor einer Fahrt befindet sich ein Waggon bei der Talstation und ein Waggon bei der Bergstation. Sobald der Elektromotor, der sich in der Bergstation befindet, aktiviert wird, wird der untere Waggon entlang eines Stahlseils heraufgezogen, während der obere Waggon nach unten gelassen wird. In der ursprünglichen Konstruktion erbrachte eine Dampfmaschine die nötige Leistung, der heutige Elektromotor ist für die derzeitige Anwendung sogar zu Leistungsfähig. Die Standseilbahn kann nämlich mit einer Geschwindigkeit von bis zu 10 km/h fahren, jedoch baten Gäste die Verwaltung im Jahr 1988 die Geschwindigkeit um die Hälfte zu drosseln, um die Aussicht genießen zu können.

Auch die allgemeinen Eigenschaften der Budapester Standseilbahn waren für das 19. Jahrhundert beeindruckend. Die zwei Waggons befahren eine Strecke von 100 Metern, die eine Neigung von fast 50% besitzt. Der Höhenunterschied beträgt 51 Meter, wodurch ersichtlich wird, warum Passagiere dieses Verkehrsmittel im Gegensatz zu den Treppen schon immer bevorzugt haben. Die einzelnen Waggons besitzen jeweils eine eigene Schienenspur und treffen sich auf halbem Weg. Die Schienen werden einerseits von Ziegelsteinwänden, andererseits von Parkbäumen umgeben, was ein sehr idyllisches Ambiente erzeugt. An der oberen Station kann das ursprüngliche System betrachtet werden, dass für die Stabilität der Zugseile sorgt.

Stationen:

Wie bereits erwähnt befährt die Budapester Standseilbahn zwei Stationen. Die Talstation liegt beim Adam Clark Platz, bei dem der Budaer Tunnel zu finden ist, aber auch das westliche Ende der Kettenbrücke. Für Besucher gibt es genügend freie Flächen, wenn eine Warteschlange entsteht. Die Bergstation liegt beim Szent György Platz und weist eine typisch gläserne Architektur des 19. Jahrhunderts auf. Aus der Station hinausgehend liegt auf der rechten Seite der Sándor Palast, in dem der ungarische Staatspräsident residiert, und auf der linken Seite sind der Budaer Burgpalast sowie Budaer Statue des Turul Vogels zu finden.

Waggons:

Die heutigen Waggons der Budapester Standseilbahn besitzen nicht nur einen geschichtlichen Wert, sondern sie überraschen auch mit ihrer Funktionalität. Auf der nördlichen Spur fährt Waggon "BS1" oder "Margit" und auf der anderen Spur transportiert Waggon "BS2" oder "Gellért" Passagiere. Die Waggons sind identisch und bestehen aus drei Kabinen, in die jeweils 8 Personen passen. Somit können insgesamt 24 Personen pro Waggon fahren, was pro Gesamtfahrt eine Kapazität von bis zu 48 Personen ergibt. Diese Anzahl ist an manchen Tagen fast schon zu gering, da teilweise über 100 Touristen gleichzeitig auf eine Fahrt warten. Die einzelnen Kabinen haben einen Höhenunterschied, damit von jeder Position aus die Aussicht genossen werden kann.

Aussicht vom Waggon:

Egal ob Gäste nach oben oder unten fahren, die Waggons der Budapester Standseilbahn blicken immer Richtung Osten. Wenn man in der Bergstation einsteigt, dann kann ein einzigartiger Ausblick auf die Kettenbrücke, den Adam Clark Platz und auf die Donau genossen werden. Die großen Fenster ermöglichen auch dann eine gute Aussicht, wenn die Kapazität der Waggons komplett ausgenutzt wird. Außer dieser Aussicht kann auch das Funktionsprinzip der Bahn verfolgt werden. Von den Fenstern aus sind beide Standseile zu sehen, die vom Elektromotor betrieben werden. Für ein paar wunderschöne Schnappschüsse eignet sich insbesondere das oberste Drittel der Fahrt, da hier die meisten Objekte zu sehen sind.

Zusammenfassung:

Glücklicherweise gab es zahlreiche Budapester Bürger, die den Wiederaufbau der Budapester Standseilbahn forderten da ansonsten eine wertvolle Budapester Sehenswürdigkeit verloren gegangen wäre. Jedes Jahr fahren tausende Gäste mit der einladenden Bahn, um den Ausblick zu genießen, oder einfach den Weg nach oben oder unten zu sparen. Während der rund zwei minütigen Fahrt erleben die Passagiere, wie stabil die Konstruktion schon damals war und was für eine wirtschaftliche Relevanz die Standseilbahn hatte, um Geschäftsleute und Händler schnell auf das Burgviertel zu befördern. Seit ihrer Restauration im Jahr 1985 fährt der Sikló, wie ihn die Ungarn nennen, ununterbrochen und bis heute gab es keine groben Zwischenfälle. Vielleicht ist die Busfahrt ins Burgviertel genauso schnell wie die Fahrt mit der Budapester Standseilbahn, jedoch wird man während der Busfahrt sicher nicht den Charme der kleinen Waggons erleben können, die noch für sehr lange Zeit fahren werden.

Weitere relevante Informationen

Original Ungarischer Name: Budavári Sikló

http://www.bkv.hu/de/siklojegy

Öffnungszeiten: Die Standseilbahn ist das ganze Jahr über jeden Tag von 07:30 Uhr bis 22:00 Uhr geöffnet. Jeden zweiten Montag des Monats finden Wartungsarbeiten statt

Eintritt: Erwachsene 1200Ft / Studenten und Senioren 1200Ft

Zugang: Die Standseilbahn ist vom Clark Ádám Platz und vom Südbereich des Burgviertels problemlos erreichbar. Die Nähe zur Kettenbrücke macht das Spazieren oder das Nutzen von öffentlichen Verkehrsmitteln sinnvoll

Informationen: Beschilderungen stehen in Ungarisch und Englisch zur Verfügung

Karte der Budapester Standseilbahn

var infoText_1272 = "Die+Budapester+Standseilbahn%0AStra%C3%9Fe%3A+Clark+%C3%81d%C3%A1m+T%C3%A9r%0AStadt%2FOrt%3A+Budapest%0AKomitat%3A+Budapest"; infoText_1272 = decodeURIComponent(infoText_1272); infoText_1272 = infoText_1272.replace(/\+/g, ' '); // split infoText into rows var rowsInfoText_1272 = infoText_1272.split("
"); var latlng_1272 = new google.maps.LatLng( 47.4977997800, 19.0392905500); var mapOptions_1272 = new Object(); mapOptions_1272.center = latlng_1272; mapOptions_1272.zoom = 18; mapOptions_1272.mapTypeId = google.maps.MapTypeId.HYBRID; mapOptions_1272.navigationControlOptions = new Object(); mapOptions_1272.navigationControlOptions.style = google.maps.NavigationControlStyle.ZOOM_PAN; //myOptions.navigationControlOptions = Array; var mapCenter_1272 = new Object(); mapCenter_1272.position = latlng_1272; mapCenter_1272.title = rowsInfoText_1272[0]; var map_1272 = new google.maps.Map(document.getElementById("cbsgm_1272"), mapOptions_1272); var marker_1272 = new google.maps.Marker(mapCenter_1272); // set info window if ('' != infoText_1272){ infoText_1272 = infoText_1272.replace(/\n/g, "
"); var infoBox_1272 = new Object(); infoBox_1272.content = infoText_1272; var infowindow_1272 = new google.maps.InfoWindow(infoBox_1272); // add listener google.maps.event.addListener(marker_1272, 'click', function(){openInfoWindow();}); } if (true == '1') openInfoWindow(); marker_1272.setMap(map_1272); function openInfoWindow(){ infowindow_1272.open(map_1272,marker_1272); }

Bildquellen und Bildrechte:

(1) © Urlaub-Ungarn.at

(2) © Urlaub-Ungarn.at

(3) © Urlaub-Ungarn.at

(4) © Urlaub-Ungarn.at

Alle Bilder dieses Artikels gehören rechtlich dem Informationsportal Urlaub-Ungarn.at. Die Weiterverwendung dieser Bilder ist ohne die Zustimmung der Rechteinhaber bedingt gestattet.

Rechte:

© by www.Urlaub-Ungarn.at (Stand 2015, H)


Copyrights | 2026 | urlaub-ungarn.at