Der ungarische Dom in Pécs

Der Dom von Pécs

Inmitten der malerischen Altstadt von Pécs entdecken Gäste während einem Stadtrundgang sehr bald den Dom von Pécs. Das imposante Bauwerk ist schwierig zu übersehen, denn in der Nähe gibt es nichts, was diesen Dom überragen würde. Der Dom von Pécs hat bis heute eine wichtige Rolle für die römisch-katholische Kirche, doch auch Gäste und Touristen sind herzlich dazu eingeladen sich die einzelnen Teile anzusehen, oder einem Gottesdienst beizuwohnen. Die Geschichte des Domes ist so vielseitig, dass jedes einzelne Objekt im Inneren Bände sprechen könnte. Deshalb bewahren die Einwohner von Pécs diese Kirche im besten Zustand, denn seit vielen Jahren ist sie international bekannt und ein nationaler Schatz.

Einige Experten vermuten, dass der Dom von Pécs bereits im 4. oder 5. Jahrhundert errichtet wurde. Unterstützt wird die Theorie, dass der Dom ganz in der Nähe der Frühchristlichen Gräber von Pécs liegt, welche auch in diesem Zeitraum gebaut wurden. Im 8. und 9. Jahrhundert wurde die alte Basilika mit einem Ausbau in Richtung Westen versehen, was für die typische Form einer Kirche sorgte. König Stephan I. ernannte Pécs um die Jahrtausendwende zum Bistum und somit sollte auch der Dom von Pécs errichtet werden. Die vorherige Basilika wurde nicht abgetragen, sondern als Unterkirche in das Bauwerk integriert. Nach dem Brand von 1064 begann der Wiederaufbau der Kirche und diesmal wurden auch italienische Architekten eingeladen den Bau zu unterstützen.

Während des Mittelalters wurde der Dom von Pécs mit zwei weiteren Türmen erweitert und die Kirche erlebte Umbauten im gotischen Stil. Ab nun erhielt sie die symmetrische Form, die sie heute noch besitzt. Während der osmanischen Herrschaft wurde der Dom zwar nicht zerstört, doch ihm wurde auch keine Aufmerksmakeit geschenkt. Erst im frühen 19. Jahrhundert wurde die Kirche klassizistisch wiederum modernisiert und erweitert. Am Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Dom von Pécs im neoromanischen Stil umgebaut, und dieser Stil ist bis heute zu sehen. Geplant wurde die Änderung bis zum großen Millenium der Ungarischen Landnahme 1896.

Heute beeindruckt der Dom von Pécs die Gäste bereits mit seinem Äußeren. Die Kirche ist 70 Meter lang, 20 Meter Breit und die Türme ragen 66 Meter in die Höhe. Aus dem Jahr 1968 stammen die 12 Apostel, die auf der Fassade der Südseite zu finden sind. Rund um die Kirche ist auch noch das Halbrelief zu sehen, welches die Heilige Maria darstellt. Das Milleniumstor aus dem Jahr 2000 besteht aus purem Bronze und wiegt über 3,5 Tonnen. Sobald man den Dom von Pécs betritt, hält man zunächst einen Moment inne, da man nicht weiß auf welche prachtvollen Objekte man sich zuerst konzentrieren soll. Der erste Blick geht natürlich zum Hauptalter, bei welchem sich ein Siegesbogen befindet, der diesen Bereich als Zentrum der Kirche deklariert. Aber auch die anderen Bereiche sind sehenswert und einzigartig.

Die Wände vom Dom von Pécs sind mit den unterschiedlichsten Fresken dekoriert. Manche repräsentieren Geschichten aus dem Alten Testament, andere Geschichten vom Neuen Testament. Es sind auch Fresken über Paulus und Petrus vorhanden, denn immerhin ist die Kirche diesen beiden Heiligen gewidmet. Der nächste Blick sollte sich auf die Decke richten, denn in jeder einzelnen der unterschiedlichen Feldern ist ein anderer Heiliger des Christentums zu entdecken. Die heutige Unterkirche umfasst 5 Schiffe und ist bis heute der älteste Teil des Doms. Die Orgel des Doms hat anfangs 47 Register und wird bis heute immer wieder restauriert und erweitert. Mit der Akkustik der Hallen erlebt man beim Orgelspiel einen unvergesslichen Klang. Sehr sehenswert ist auch das Lapidarium, welches nur unter Einhaltung von Diskretion besichtig werden kann.

Die eben genannten Objekte und Orte sind nur ein Teil von dem, was der Dom von Pécs bietet. Die Treppenaufgänge führen noch zu den Türmen und die Kapellen sind aufgrund der Malereien wunderschön. Der Dom ist also nicht nur ein beeindruckendes Gotteshaus mit Gottesdiensten für die Gemeinde, sondern auch eine Schatztruhe des ungarischen Christentums. Ein Besuch ist nicht nur empfehlenswert, sondern auch ein Muss, wenn man sich in Pécs befindet. Der Dom von Pécs unterscheidet sich von anderen Kirchen allein wegen seiner Bauweise und seiner Geschichte und die vielen Stileinflüsse haben eine einzigartige Mischung geschaffen, die dennoch sehr ansehnlich ist. Der Dom von Pécs freut sich natürlich über Besucher aller Konfessionen und lädt auch zu einem gemeinsamen Gottesdienst ein.

Karte des Doms von Pécs

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