Das atemberaubende Donauknie in Ungarn

Das einzigartige Donauknie

Die Donau ist der größte der ungarischen Flüsse und gleichzeitig ein wichtiger natürlicher Schatz des Landes. Einige Kilometer nördlich von Budapest fließt die Donau nach einem Phänomen, welches in dieser Form sicherlich einzigartig ist. In einem fast perfekten 90° Winkel wechselt der Fluss die Fließrichtung von Ost nach Süd. Diese 30 Kilometer, in welchen die Biegung stattfindet, nennt man das Donauknie. Das natürliche Unikat ist nicht nur ein wichtiger Ort für die ungarische Fauna und Flora, sondern auch für den Tourismus und die ungarische Kultur. Majestätische Wälder erheben sich auf den Bergen, während die dortigen ungarischen Städte ihre Lage am Donauufer für wirtschaftliche Zwecke nutzen und für Gäste sehr viel zu bieten haben.

Das Donauknie ist seit Jahrtausenden ein natürlicher Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Viele Fische passieren die Gegend um zu ihren Nistplätzen zu gelangen und auch einige Vogelarten haben sich die Wälder und Wiesen zu ihrem Habitat gemacht. Auch Otter und Salamander sind hier nicht selten zu sehen und ergänzen die hiesige Tierwelt. Zu den Pflanzenarten gehören auch streng geschützte Exemplare wie die Ganzrandige Waldrebe und die Schwarze Johannisbeere. Um dieses Leben im Donauknie schützen zu können wurde der Nationalpark Donau-Ipoly gegründet um die Lebensräume zu bewahren und auch künftigen Generationen den Einblick in die Natur zu ermöglichen.

Geographisch gesehen passiert die Donau im Donauknie eine Art Portal, welches vom Pilis-Berg und vom Csóványos-Berg gebildet wird. Große Teile dieser Berge sind mit Wäldern bewachsen, doch die Spitzen ähneln fast schon an ein Hochgebirge. Auch Wasserquellen entspringen in diesen Bergen, so auch mehrere Thermalwasserquellen. Die geologischen Strukturen faszinieren nicht nur erfahrene Geologen. Die Plateaubildungen aus ehemaligem Lavagestein erzeugen ein interessantes und einzigartiges Ambiente. Aufgrund dieser Tatsachen ist das Donauknie ein sehr guter Ort für Wandertouren und Naturausflüge.

Doch auch der Mensch hat die Schönheit des Donauknies erkannt und deshalb findet man heute einige Städte in der Region. Entlang des Verlaufes sieht man die Städte EsztergomVisegrádVácSzentendre und Göd. Des weiteren entdeckt man aber auch Nagymaros, Dömös und Pilismarót. Jede einzelne Stadt hat etwas anderes zu bieten. Esztergom zum Beispiel ist eine Stadt der Kirchen und besitzt auch voller stolz die Basilika von Esztergom. Szentendre ist eine malerische Stadt mit vielen Künstlern und ist auch Heimatstadt der Dobostorte. In Visegrád kann man die Zitadelle von Visegrád erkunden, in welcher schon Graf Drakula im 15. Jahrhundert gefangen gehalten wurde. Somit kann man hier mitten im Donauknie die ungarische Kultur erleben.

Es gibt mehrere Arten wie man das Donauknie besichtigen kann. Die mit Abstand beliebteste Art ist eine Bootstour entlang der Donau. Normalerweise beginnt die Fahrt in Budapest und stromaufwärts passiert man die Szentendre Inseln, bis man direkt im Donauknie ist. Mitten auf der Donau sieht man das Portal in den Westen und auch die Zitadelle und die Städte am Ufer. Auch die Natur kann von hier aus ausgezeichnet beobachtet werden und der Betrachtungswinkel ist ideal für ein paar einmalige Photos. Sehr gerne wird das Knie auch von der Visegráder Zitadelle überblickt. Von Berg aus hat man eine wunderbare Aussicht auf das Tal und die Donau und kann sich auch die Umgebung ansehen.

Wie man sich das Donauknie ansieht ist natürlich jeden selbst überlassen, aber ansehen sollte man es sich auf jeden Fall. Gäste kommen schon seit Jahren zum Angeln zum Donauknie, aber in den letzten Jahren wurde das Donauknie den Gästen als Schatz präsentiert und seitdem bietet die Region für jeden etwas. Für Freunde der Natur steht ein ganzer ungarischer Nationalpark zur Verfügung. Für Freunde der Kultur reiht sich eine historische Stadt nach der anderen am Donauufer und präsentiert die verschiedensten Sehenswürdigkeiten. Mit den Bootstouren ist es auch möglich Erlebnisausflüge zu gestalten und sich die Tier- und Pflanzenwelt hautnah anzusehen, bevor man nach Budapest zurückkehrt. Das Donauknie ist wahrlich eine einzigartige Region Ungarns und auch Europas und nicht umsonst wird es international immer bekannter und beliebter. Kommen Sie zum Donauknie und überzeugen Sie sich von der atemberaubenden Schönheit der ungarischen Natur.

Karte des Donauknies